Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Comenius

Seit dem Schuljahr 2012/13 ist die Bertha-Benz-Schule Comenius-Schule und nimmt damit am EU-Programm für lebenslanges Lernen teil. In zwei Projekten findet ein Austausch zwischen Schülern aus zwölf Nationen statt.

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Studienfahrt nach Barcelona

Nachdem sich unsere Klasse (TG JS 1 TM) auf das Reiseziel Barcelona geeinigt hatte, unsere Klassensprecherin Tjubakka ein gutes Angebot mit Flug und Hostel in der Innenstadt organisiert hatte, kam in der Woche, bevor unsere Studienfahrt starten sollte, langsam leichte Panik auf. Die Koffer durften schließlich nur 10 kg wiegen, da nur Handgepäck angemeldet war. Manch einer mag denken: „4 Tage Barcelona, 10 kg Handgepäck - dürfte eigentlich nicht zum Problem werden“. Dennoch schien dies aber bei einigen  ein wenig Kopfzerbrechen zu verursachen. So wurden Pläne geschmiedet und in Erfahrung gebracht, wer eventuell noch Platz in seinem Koffer zur Verfügung stellten könnte.

Unsere Studienfahrt startete erst Dienstagmorgen, was einige als gute Gelegenheit sahen einen Brückentag einzulegen und so, nach einem verlängerten Wochenende, am Dienstag wohlausgeruht auf die Studienfahrt zu gehen.

Nach einer relativ angenehmen, aber doch fast dreistündigen Busfahrt kamen wir in Karlsruhe am Flughafen an. Am Check-In wurde es dann nochmal kurz spannend dank unseres 10 kg-Handgepäcks, aber auch das lief reibungslos. Keiner hatte die 10 kg-Marke überschritten, jede Tasche passte mit mehr oder weniger Gewalt in die Messvorrichtung von Ryanair, und jeder hatte seine Kosmetika in einen 1-Liter- Plastikbeutel mit Verschluss verpackt. So war alles ordnungsgemäß verpackt, und schon bald saßen wir im Flugzeug hoch oben in den Wolken. Nach einem knapp eineinhalbstündigen Flug und einer genau so langen weiteren Busfahrt kamen wir in unserem Hostel an, wo die allgemeine Stimmung schon leicht durch relativ schlechtes Wetter und den Jetlag gedrückt war. Die Zimmerkarten wurden recht schnell verteilt, und jede Gruppe begab sich auf ihr Zimmer, um die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Das neueröffnete Hostel wartete hier und da noch mit kleinen Baustellen auf, aber davon abgesehen war es den Erwartungen entsprechend. Nach kurzem Aufenthalt im Hostel und der Lösung eines kleinen Personenanzahlproblems in einem der Mädchenzimmer ging es gemeinsam auf zum nächsten Restaurant, um endlich etwas zu essen zu bekommen - es war schließlich bereits früher Abend. 

Nachdem wir die Mahlzeit genossen und uns ein wenig in alter Schwabenmanier über die Rechnung aufgeregt hatten, entließen uns die Lehrer, aber wiesen noch einmal auf die um 0.00 Uhr anstehende Zimmerkontrolle hin. Daraufhin machten wir uns an die weitere Abendplanung, die schließlich in einem Irish-Pub in der Nähe unseres Hostels ihr Ende fand. Dieser Pub wurde in unseren Tagen in Barcelona für manche ein guter abendlicher Zeitvertreib.

Unser erster Tag in Barcelona begann recht früh mit dem Frühstück um 8 Uhr und der Anweisung sich um 9 Uhr  vor dem Hostel zu sammeln. Da das Wetter etwas zu wünschen übrig ließ, bewunderte ich Fanny und Nina, die den ganzen Tag bei 16°C in Hotpants und Top durchgehalten haben.

Wie bereits erwähnt, gab es nicht das erhoffte warme Sommerwetter. Genau wie tags zuvor bei unserer Ankunft war es eher bedeckt und ziemlich windig, aber es regnete zumindest nicht. Wir starteten zu unserem ersten Etappenziel und begannen unsere Tagespunkte abzuarbeiten.

Wir besichtigten eine Kathedrale, die kleine Regeln zum Thema „freizügiger Kleidungsstil“  bereithielt. So mussten sich unsere zwei, auf Sommer eigestellten Mädels einen Pulli um die Hüfte binden und sich ein Jäckchen überziehen. Weiter ging es auf die  Rambla, einer Promenade, die bis zum Hafen Barcelonas hinunterführt. Mittags fanden wir uns nach einem anstrengenden Weg im Parc Güell wieder. Dieser sich auf einem Hügel befindende Park hielt auf seiner Spitze einen ziemlich egozentrischen, in einem Leopardenkostüm steckenden Gitarrenspieler mit Fußglöckchen bereit. Er lieferte eine sagenhaft bizarre Show ab, welche sofort aufgenommen über YouTube mit der restlichen Welt geteilt wurde.

Zurück im Hostel kam wieder die Frage nach einer Abendbeschäftigung auf, nach kurzem Abwägen der Fakten - es war Mittwoch und alle  waren erschöpft vom anstrengenden Programm des Tages - ging es für die meisten wieder in den Irish Pub nahe des Hostels. Was sich zu einem feuchtfröhlichen Abend entwickelte, da sich die Getränkewahl im Laufe des Abends immer mehr auf den süßlich süffigen Sangria beschränkte.

In den zweiten Tag in Barcelona starteten wir beinahe gleich wie am Tag zuvor, um  8 Uhr Frühstück, um 9 Uhr sammeln vor dem Hostel und los ging’s zum ersten Programmpunkt. Jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass sich in einigen Gesichtern schon kleinere Spuren des vorherigen Abends abzeichneten.  Unser Tagesprogramm startete im olympischen Dorf in Barcelona, welches für die Olympischen Spiele im Jahr 1992 errichtet worden war. Von dort waren es nur ein paar Minuten zu Fuß, und wir befanden uns am Strand. Dort wurden die auf Kommando erbrachten Springkünste der gesamten Klasse mittels Frau Grässles Handy festgehalten, dank der Serienaufnahmen-Funktion gab es tatsächlich ein Bild, auf dem alle zumindest ein bisschen vom Boden abgehoben hatten.

Zum Mittagessen waren wir mit den Austauschschülern unseres Comenius- Projekts verabredet, doch weil wir mit leichten Sprachbarrieren zu kämpfen hatten und auch kein Tisch in einem Restaurant reserviert worden war, bildeten sich kleinere Grüppchen, die sich zusammen etwas zur Bekämpfung des hungrigen Magens suchten. So wurde das eigentliche Ziel dieses Treffens leicht verfehlt, einige stellten trotz der erschwerten Kommunikation Kontakt zu den Austauschschülern her und verbrachten den weiteren Mittag mit ihnen gemeinsam.

Wieder im Hostel angekommen, erfuhren wir von einem Club, in dem an diesem Abend einige Dubstep-Künstler ihren Sound zum Besten gaben. Daraufhin entschieden sich einige spontan für das Angebot vom Hostel, meldeten sich bei unseren betreuenden Lehrern ab und feierten die Nacht im Razzmatazz. Zum Glück stand am nächsten Tag erst gegen Abend das Tagesprogramm an. Der Rest der Klasse machte sich in einer gemütlichen Runde auf einem der Zimmer einen schönen Abend oder besuchte wie die Abende zuvor den Pub, der mittlerweile zum Stammlokal von manchen wurde.

Wie bereits erwähnt, starteten wir in den Tag 3 der Studienfahr relativ gelassen. Da morgens noch keine Programmpunkte anstanden, ließen die meisten das Frühstück ausfallen und schliefen nach der anstrengenden Partynacht ein wenig länger. Den Vormittag bis zum frühen Abend verbrachten wir nach eigenen Vorstellungen. Schon an den Tagen zuvor wurden Pläne geschmiedet, am quasi freien Tag in Barcelona, die x-Games zu besuchen. Doch aus diesem Vorhaben wurde leider nichts, da die großen Acts erst abends begonnen hätten, wir aber um 18 Uhr einen Besichtigungstermin in der Sagrada Familia hatten. Wir trafen uns ca. eine halbe Stunde vorher vor der Sagrada Familia, wo wir drei der Austauschschüler zufällig wieder trafen und uns mit ihnen unterhielten, bis die Besichtigung losging. Mit Ende der Besichtigung der Sagrada Familia war auch das Tagesprogramm schon wieder erfolgreich abgehakt, und der restliche Abend stand uns zu freier Verfügung. Aufgrund der guten Stimmung im Club vom Vorabend beschlossen einige der Klasse sich erneut dort hinzubegeben und den letzten Abend der Studienfahrt in Barcelona gebührend zu feiern.

Entsprechend der letzten Nacht in Barcelona, die von den meisten zum Tag gemacht wurde, waren am letzten halben Tag, den wir in Barcelona verbrachten, auch alle ziemlich platt. Das Frühstück fiel für die meisten erneut aus, da die Koffer gepackt und die Zimmer bis um 10 Uhr geräumt sein mussten. Die Koffer brachten wir bis zu unserer Abreise um 17 Uhr im Aufenthaltsbereich des Hostels unter und machten uns auf, die letzten Stunden in Barcelona zu verbringen. Wir besuchten das Olympiastadion und das Gelände der Weltausstellung 1929 und genossen anschließend noch ein wenig die restliche Freizeit und machten uns auf in die Stadt. So neigte sich auch der Tag der Abreise langsam seiner Deadline zu.

Und schon hatten wir unser Gepäck eingeladen und saßen im Bus Richtung Flughafen. Nach einer relativ langen Wartezeit in dem kleinen Flughafen folgte ein recht holpriger Flug, den wir aber alle ohne schwerwiegendere Panikattacken überstanden. So war es angenehm wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nun hieß es sich schnell seinen Koffer abzugreifen und ab auf die finale Busfahrt Richtung Sigmaringen zurück an die Schule. Es war schließlich Samstagnacht und das No Stress–Festival hatte bereits seit Mittag begonnen. Auf der Fahrt zurück besprachen sich einige der späteren Festivalgänger noch über das weitere Vorgehen nach Ankunft in Sigmaringen, und die Eltern wurden über die baldige Ankunft informiert, um den privaten Fahrdienst anzufordern. Mit der Ankunft gegen 2 Uhr in Sigmaringen war unsere Studienfahrt schließlich vorbei, und wir starteten mit vielen neuen Eindrücken nach erfolgreichen Tagen in Barcelona in unsere Ferien.