Infotag und Marktplatz für Ausbildung

„Der Jugend gehört die Zukunft.“ Mit diesen Worten eröffnete Schulleiter Klaus A. Peter am 12. Februar den Marktplatz für Ausbildung und den Informationstag in der Bertha-Benz-Schule und brachte damit das Ziel der Veranstaltung auf den Punkt. Jugendliche der Region können beim Marktplatz Kontakte zu Firmen knüpfen, sich über die Bildungsangebote der Schule informieren und erfahren, welche Zukunftsperspektiven die Region bietet.

Der Schulleiter freute sich gemeinsam mit Landrätin Stefanie Bürkle und Hans Börjes, zuständig für die Wirtschaftsförderung der Stadt, mehr als 40 Aussteller auf dem Marktplatz begrüßen zu dürfen. Die Landrätin zeigte sich beeindruckt vom Informationsangebot: „Es ist toll, dass die Jugendlichen hier die Möglichkeit haben, die Vielfalt der Betriebe mit ihren Ausbildungswegen kennen zu lernen und direkt mit Lehrlingen ins Gespräch zu kommen.“ 

Beim Rundgang durch die verschiedenen Gebäude zeigte sich den Besuchern die ganze Vielfalt der Bertha-Benz-Schule, die sich auch immer wieder in  besonderen Klängen und Gerüchen offenbarte. Während bei den Sozialpädagogen Gitarrenmusik und Gesang zum Verweilen einlud, waren es in den Werkstätten die Gerüche von Metall und Holz, der Sound der CNC-Fräsmaschine und nicht zuletzt der verlockende Duft aus der Backstube, die Inhalte der verschiedenen Bildungsangebote  aufzeigten.

In den Werkstätten konnten die jungen Gäste selbst aktiv werden und die eigenen handwerklichen Fähigkeiten testen. Rechtzeitig vor Ostern gab es in der Farbabteilung einen Eierbecher, der mit der Unterstützung der Auszubildenden bemalt werde konnte. Der Umgang mit Holz ließ sich in der Schreinerwerkstatt beim Bau eines Schemels ausprobieren und in der Metallabteilung wurde eine große Büroklammer hergestellt, die zu Hause als Halter für Notizblätter dient. Außerdem wurde mit der CNC-Fräsmaschine ein Schlüsselanhänger in Form eines Baseballschlägers gefräst und gedreht.Wer seine Werkstücke nicht nach Hause mitnehmen, sondern gleich vor Ort genießen wollte, war bei den Bäckern genau richtig. Hier wurden Knotenbrötchen und Einstrangzöpfe gebacken.

Neben den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Dualen System, gibt es in der Bertha-Benz-Schule viele andere Wege, den persönlichen Interessen und Talenten in einer weiterführenden Schule nachzugehen. Im sechszügigen Gymnasium mit seinen fünf Profilen (Ernährungswissenschaft, Sozialwissenschaft, Informationstechnik, Mechatronik, Technik und Management)  steht der Weg zum Abitur offen und in den Zweijährigen Berufsfachschulen können Schüler nach dem Hauptschulabschluss die Mittlere Reife in den Bereichen, Hauswirtschaft , Pflege, Metalltechnik und Elektrotechnik machen. Das VAB bietet die Möglichkeit den Hauptschulabschluss zu erwerben oder den bereits vorhandenen zu verbessern und so seine Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu steigern. Wer die dreijährige Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin macht und hierbei eine Zusatzprüfung in Mathematik absolviert, kann die Fachhochschulreife erlangen, womit der Weg zum Studium offensteht. Schüler und Lehrer der Schule standen überall bereit, um in Informationsgesprächen, mit Plakaten und mit Anschauungsmaterial aus dem Unterricht die Details und Besonderheiten der Ausbildungsgänge  und Schularten zu erklären.

Bettina Miller