Girls Akademie in der Farbtechnik

Rund die Hälfte aller Schulabgängerinnen beschränkt sich bei der Berufswahl auf zehn klassische Frauenberufe. Die Girls Akademie verfolgt deshalb das Ziel, Mädchen Einblicke in technische und naturwissenschaftliche Berufe zu bieten. Mit dabei ist jährlich die Farbabteilung der Bertha-Benz-Schule. Am 14. und 21. März nahmen 16 Schülerinnen aus der Bilharzschule und der Theodor-Heuss-Realschule die Gelegenheit wahr, an zwei Nachmittagen in das Malerhandwerk hineinzuschnuppern.  Die Bedingungen waren perfekt, jede Teilnehmerin wurde von einem Paten der Einjährigen Berufsfachschule betreut und konnte so Grundtechniken der Farbtechnik kennen lernen und ausprobieren.

Gestartet wurde am ersten Nachmittag mit der Vorbereitung von Untergründen, indem sie geschliffen und mit Farbe beschichtet wurden. Anschließend durften die Mädchen Schablonenmuster auswählen und vergrößern und eine Schablone schneiden.

In der folgenden Woche wurde der Untergrund in vier Felder eingeteilt. Diese wurden in den verschiedenen Farbtönen der vier Jahreszeiten beschichtet. Während der Trocknungsphase übten die Schülerinnen das Schablonieren auf Papier, um anschließend in den vier Feldern zu Schablonieren.

Motiviert und konzentriert waren die Mädchen bei der Sache. Sie lernten einiges über die elementaren Grundtechniken des Berufes und merkten schnell, dass nicht das Tempo zählt, sondern genaues und sauberes Arbeiten das beste Ergebnis liefert. Genauso wichtig war aber die Kommunikation bei der Arbeit. In Gesprächen mit den Azubis und mit Fachlehrer Werner Weber erfuhren die Mädchen viel über den Ablauf der Ausbildung und über die vielfältigen Zukunftschancen, die der Beruf bietet, vom Meisterbrief bis hin zur Technikerausbildung oder zum Studium.

Ein großes Lob erhielten auch die Paten, die ihre Fähigkeiten als Anleiter testen konnten und diese Aufgabe mit Bravour gemeistert haben. Besonders groß war diese Herausforderung für die jungen Migranten der Klasse, die hier ihre Deutschkenntnisse unter Beweis stellen konnten und stolz auf ihre Leistung sein können.

Bericht: Bettina Miller