Infotag und Marktplatz für Ausbildung

„Die Berufswahl ist wichtig“, betonte Landrätin Stefanie Bürkle bei der Eröffnung des Informationstags der beiden Sigmaringer Beruflichen Schulen Bertha-Benz-Schule und Ludwig-Erhard-Schule. Diese fand in diesem Jahr im Foyer der Ludwig-Erhard-Schule statt. Beide Schulen stellten an ihrem InfoTag nicht nur ihre Schulprofile vor, sondern es gab gleichzeitig einen „Marktplatz der Möglichkeiten“, den zahlreiche Firmen und Institutionen nutzen, um über ihre Ausbildungsangebote zu informieren. Dies wurde von der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer sowie der Agentur für Arbeit mitgetragen. Daher waren bei der Eröffnung auch deren Vertreter anwesend: Kreishandwerksmeister Sigmund Bauknecht, Markus Brunnbauer (IHK) und Herr Klink (BfA). Ebenso nahmen der Sigmaringer Bürgermeister Thomas Scherer sowie die Schulleiter der beiden Schulen, Michaela Breu und Christian Roth, an der Eröffnung teil. Die Landrätin wies auf den hohen Stellenwert der Beruflichen Schulen hin, da sie 4000 Schülerinnen und Schüler betreuen, von denen 1700 im dualen Schulwesen ausgebildet werden. Kreisweit, gab sie bekannt, existierten ca. 150 verschiedene Ausbildungsgänge. Deshalb waren viele Unternehmen auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ mit einigen Auszubildenden vertreten, die über ihre Ausbildung befragt werden konnten. Zugleich betonte die Landrätin die Offenheit des Bildungssystems, der es zu verdanken ist, dass je nach Fähigkeit und Neigung jeder Bildungsabschluss über das Berufliche Schulwesen erreicht werden kann.

In der Bertha-Benz-Schule nutzten viele Jugendliche der Region die Gelegenheit, sich beim Marktplatz und beim Infotag über die Vielfalt der Bildungsangebote zu informieren. Diese reichen von den gewerblichen Ausbildungsberufen über die Möglichkeit im VAB, in den Berufsfachschulen und im Beruflichen Gymnasium mit seinen fünf verschiedenen Profilen einen höheren Schulabschluss zu erreichen bis hin zur Ausbildung als Erzieherin in der Fachschule für Sozialpädagogik. Beim Marktplatz mit mehr als 40 Ausstellern kamen die Jugendlichen direkt mit Lehrlingen ins Gespräch, die engagiert für ihre Berufe Werbung machten. Ronja Aichele, die im ersten Ausbildungsjahr ist, hatte sich vorgenommen, vor allem auch Mädchen für ihren Beruf als Industriemechanikerin zu begeistern. „ Es ist ein toller Beruf und als Mädchen hat man hervorragende Aufstiegschancen.“, berichtete sie. Neben den Infos an den Marktständen konnten die Gäste in den Werkstätten Schülern bei der Arbeit zuschauen und Eindrücke über die praktischen Inhalte der Ausbildung sammeln. In den Vollzeitschulen und in der Fachschule für Sozialpädagogik informierten Schüler und Lehrer in Vorträgen und bei Beratungsgesprächen sowie mit vielen Infotafeln. Im Beruflichen Gymnasium waren die Jugendlichen und ihre Eltern vor allem an speziellen Informationen über die jeweiligen Profile interessiert, um nach der Mittleren Reife den richtigen Weg einschlagen zu können. Wer sich bei der Vielfalt der Eindrücke einfach mal ausruhen wollte, der war in der Fachschule für Sozialpädagogik genau richtig, wo die Schülerinnen gemeinsam mit Musiklehrer Thomas Ciesla mit tollen Liedern zum Verweilen einluden.

Bericht: Barbara Gall und Bettina Miller