Studienfahrt der JS1EG in die Toskana

Am Sonntag um 22 Uhr starteten wir von Sigmaringen, gut gelaunt und miteinem sympathischen Busfahrer. Nachdem alles eingeladen war, fuhren wir in dieNacht. Die Busfahrt verlief relativ ruhig und die meisten konnten ein paar Stunden schlafen. Als wir um 8.30 Uhr ankamen, war es draußen schon warm und man spürte, dass man in der Nähe vom Meer ist. Nach einer kurzen Wartezeit vor dem Campingpatz konnten wir auch schon in unsere Bungalows ziehen und waren alle ein wenig erstaunt, dass sie doch so klein waren. Außerdem waren alle neidisch auf die Bungalows der Lehrer, da diese aussahen, als wenn sie die Luxusedition wären, auch wenn Herr Hennrich und Frau Bruszt immer wieder beteuerten, sie hätten das nicht gewusst. Untereinander wurden die Zimmer aufgeteilt und Aufgaben verteilt (z.B. einen Putzplan erstellt). An unserem ersten Tag hatten wir kein offizielles Programm, weshalb die meisten gleich an den Strand gingen und das kühle Wasser genossen. Einige gingen zusammen ins Wasser, andere spielten zusammen Volleyball. Es war sehr heiß und die Sonne brannte vom Himmel, weshalb viele einen Sonnenbrand bekamen oder sich die Füße am heißen Sand verbrannten. Außerdem wurden am ersten Tag von vielen noch die ersten Besorgungen im örtlichen Supermarkt gemacht, was anstrengend war, da er 1-2 Kilometer entfernt war. Gegen Abend kochten die Schüler der einzelnen Bungalows zusammen und ein paar Gruppen trafen sich zusammen an einem großen Tisch zum Essen, später gingen wieder viele an den Strand, um den Sonnenuntergang zu beobachten und zusammen verschiedene Gruppenspiele zu spielen.

Der zweite Tag startete mit dem Wochenmarkt in Cecina. Ca. zwei Stunden später ging es weiter zum Weingut „La Regola“. Das Weingut liegt 5 km vom Tyrrhenischem Meer entfernt. Diese Gegend ist für ihre ausgezeichneten Weine berühmt. Anfang des 20. Jahrunderts hat die Familie von Nuti einen kleinen Teil der Gegend „La Regola“ gekauft und 1990 begann Luca Nuti, Weinreben zu pflanzen. 2000 kümmerte sich Luca, sein Bruder um die Verwaltung und um das Marketing des Weinguts.

Dort hatten wir eine Führung und eine Weinprobe. Bei der Besichtigung des Weingutes konnten wir einen Einblick in die Produktion der unterschiedlichen Weinsorten erlangen und konnten das Barrelzimmer sehen, das von Maestro Tonelli entworfen wurde. Im Anschluss an die Führung begann die Weinprobe. Zuerst konnten wir einen Weißwein kosten, danach einen Rosé und zum Schluss einen Rotwein. Der letzte Programmpunkt an diesem Tag war der Besuch in Pisa. Dort hatten wir Zeit die Stadt zu erkundigen. Gegen Abend fuhren wir wieder mit dem Bus zurück auf den Campingplatz.

Am dritten Tag der Studienfahrt war unser erstes Ziel Volterra. Dort hatten wir Zeit die Stadt selber zu erkundigen. Danach fuhren wir nach Siena und hatten eine anstrengende, aber interessante Stadtführung. Ein Highlight war der Dom. Zuerst sahen wir die Seiten bzw. den nie fertiggestellten Teil. Als wir dann um die Ecke gingen staunten wir. Der Eingang ist reich verziert mit etlichen biblischen Figuren und Mosaikbildern. Danach gingen wir durch die kleinen Gassen zur Kirche San Domenico, welche früher die Kirche eines Klosters war. Dort liegt der Kopf der heiligen Katharina, welche in Siena geboren wurde. Anschließend fuhren wir nach San Gimgnano. Die Stadt ist Unesco-Weltkulturerbe und wird auch „mittelalterliches Manhattan“  wegen den hohen Türmen genannt. Wir hatten Freizeit, um uns die Türme in Ruhe anzuschauen und um zu essen. Als die Zeit schon wieder vorbei war, fuhren wir wieder zurück auf den Campingplatz. 

Am letzten programmorientierten Tag bildeten wir uns durch eine abundante Führung in Florenz fort. So erfuhren wir, dass die Farben des Doms (grün, rot, weiß) für Hoffnung, Liebe und Glauben stehen. Die Domkuppel ist die größte christlich bemalte Fläche. Die goldene Türe von Florenz – gestaltet von Lorenzo Gihiberti zeigt die zehn Gebote. Wir stärkten uns in Lorenzo und hatten danach Zeit für eigene Erkundungen. Mit dem Bus ging es zurück zum Campingplatz. Dort ließen wir den Tag durch eine gemeinsame Schlemmerei ausklingen. Die Jungs kochten für den Busfahrer Christian ein Fünf-Gänge-Menü. Gemeinsam genossen wir den Sonnenuntergang am Strand.

Am Morgen von der Abfahrt haben wir die restlichen  Sachen zusammengepackt. Danach haben wir die Bungalows geputzt. Anschließend kam das Personal und hat die Zimmer abgenommen. Nachdem das ganze Gepäck in den Bus geräumt wurde, sind wir um 8:00 Uhr losgefahren. Anfangs haben viele noch Musik gehört und dann haben alle geschlafen. In Sigmaringen haben unsere Eltern schon auf uns gewartet.