Schüler der Bertha-Benz-Schule auf den Spuren von Sissi und Mozart

Die Klassen SG1 und IT der Jahrgangsstufe 1 hatten sich als Ziel ihrer Studienfahrt für die österreichische Metropole Wien entschieden. Dass diese Stadt allerhand zu bieten hat, hat schon Reinhard Fendrich in den achtziger Jahren besungen:


 „Achten Sie nicht auf das Riesenrad!
So etwas lenkt Sie nur ab.
Wie es sich oft schon bewiesen hat,
wird Ihre Zeit viel zu knapp.
Diese Stadt ist ein Schrei. Sie ist high und modern.
Alle lieben den Duft. Alle haben sie gern.


Direkt am ersten Tag besichtigten die Schüler den Stephansdom, eine gotische Kathedrale, die oft als österreichisches Nationalheiligtum bezeichnet wird und  von den Wienern liebevoll auch “Steffel“ genannt wird. Noch am selben Tag folgte ein bemerkenswertes Highlight der Reise. Der Gruppe wurde ein Besuch in der UNO-City Wien ermöglicht. Die Vereinten Nationen haben vier verschiedene Standorte für ihre Einrichtungen. Neben New York, Genf und Nairobi ist Wien einer dieser Standorte. Hier ist zum Beispiel die internationale Atomenergie-Organisation IAEO untergebracht. So befand sich die Reisegruppe für etwas mehr als eine Stunde außerhalb der Republik Österreich und konnte bei der Führung sehr interessante Dinge erfahren. 
 

Der folgende Tag brachte eine Stadtrundfahrt, welche viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten abdeckte. Kurze Pausen gab es am Hundertwasserhaus und am Schloss Belvedere. Der Höhepunkt des Nachmittags war ein Besuch im österreichischen Parlament. Hier sind die beiden nationalen Kammern im selben Gebäude untergebracht. Interessant war auch zu hören, dass der Nationalrat zwar rechtlich die Möglichkeit hat, den Bundesrat in Fragen der Gesetzgebung zu überstimmen, dies praktisch jedoch nicht macht. Damit wird versucht, die gemeinsamen Regelungen, die Gesetze, auf einen möglichst breiten Konsens zu stellen.
Am Mittwoch folgte ein kurzer Abstecher ins nahegelegene Bratislava. Die Hauptstadt der Slowakei ist donauabwärts nur etwa ein Stunde von Wien entfernt und hätte deutlich mehr Beachtung verdient. Der obligatorische Besuch des Prater rundete diesen Tag mit einem weiteren Wiener-Highlight ab.
Am Donnerstag ging es für die Schüler auf den Spuren Sissis zur Sommerresidenz Schönbrunn. Das beeindruckende Barock-Schloss wird jährlich von 1,5 Millionen Menschen besucht und hat neben den historischen Erinnerungen an Sissi und Kaiser Franz Josef unter anderem auch eines der wichtigsten Treffen des Kalten Krieges zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow zu bieten. Das Museums Quartier und die Gedenkstätte am Steinhoff standen am Nachmittag des letzten Tages  der Studienfahrt auf dem Programm. Mit einer Nachtfahrt nach Sigmaringen ging eine ereignisreiche Studienfahrt für die Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer zu Ende. Sie können die Frage von Reinhard Fendrich jetzt mit einem deutlichen “Ja“ beantworten.

 

Gut, sie war'n in Übersee,
in New York und L.A.
In Rio de Janeiro
wurden Sie auch nicht froh.
Sie lieben Mexiko
wie Rom und Tokio.
Sie machten in Peru
oft tagelang kein Auge zu.
Doch haben Sie Wien schon bei Nacht geseh'n?
Haben Sie das schon erlebt?

Bericht: Sascha Baier