Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Comenius

Seit dem Schuljahr 2012/13 ist die Bertha-Benz-Schule Comenius-Schule und nimmt damit am EU-Programm für lebenslanges Lernen teil. In zwei Projekten findet ein Austausch zwischen Schülern aus zwölf Nationen statt.

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Schüleraustausch mit niederländischer Schule

Schülerinnen und Schüler der Bertha-Benz-Schule und des Teylingen College Leeuwenhorst aus den Niederlanden haben in der zweiten Oktoberwoche gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern den Grundstein für eine Schulpartnerschaft gelegt. Der Schüleraustausch knüpft an das Comeniusprojekt an, bei dem die Bertha-Benz-Schule von 2012 bis 2014 gemeinsam mit der niederländischen Schule und zehn weiteren Schulen teilgenommen hat.

 

Das Organisationsteam mit Heike Friedrich, Julia Gerteis, Waltraud Goller-Bertram, Lisa Klotz und Angela Schönebeck hatte für den neuntägigen Besuch von 15 Schülern und zwei Lehrern aus Holland und für die 15 Austauschschüler der Eingangsklassen des Beruflichen Gymnasiums ein vielfältiges Programm vorbereitet. Unter dem Motto „Baroque meets 2018“ tauchten die Schüler in die gesellschaftliche, kulturelle, architektonische und wissenschaftliche Welt des Barock ein und erlebten gleichzeitig, dass das Barock an der Oberschwäbischen Barockstraße in und um Sigmaringen immer noch allgegenwärtig ist.

Das Programm startete mit Kennenlernspielen, einer Präsentation der Gäste  über „Land und Leute“ in den Niederlanden und einer Einführung ins Thema „Barock“ durch Dr. Wolfgang Rzehak, natürlich alles auf Englisch. An den zwei folgenden Workshoptagen konnten sich Schüler intensiv mit einem Aspekt des Themas beschäftigen. Der pensionierte Physiklehrer Erich Matt unterbrach extra seinen Ruhestand, um die Schüler gemeinsam mit seinem Kollegen Markus Fuchs bei der Herstellung einer Himmelskugel in die astronomischen Forschungen der Barockzeit einzuführen. Beim Bau eines barocken Bilderrahmens mit Thomas Stahnke und Armin Sülzle war handwerkliches Geschick gefordert und die Schüler bekamen Einblicke in die Architektur der Zeit.

Dem passionierten Musiklehrer Thomas Ciesla gelang es wie immer, die Schüler für die Musik zu begeistern, mit einer Einführung in die Musik des Barock und mit zwei modernen Stücken, die er mit den Schülern einübte. Ein Fotoshooting mit Christine Majer sorgte für viel Spaß bei den Schülern, die sich in der typischen Mode des Barock einkleideten und im goldenen Herbstlicht ablichten ließen. Mit viel Konzentration und Ausdauer studierten die Schüler im Literaturworkshop unter der Leitung von Dr. Wolfgang Rzehak einen Auszug des Sibylla-Merian-Theaterstücks „Die Falterfrau“ ein. Auch die kulinarische Seite des Barock kam nicht zu kurz. Mit Günter Lutz buken die Workshopteilnehmer verspielte Laugenteilchen in der Backstube der Schule und in der Schulküche kochte eine weitere Gruppe mit Sigrid Neukum ein barockes Menü, das alle Austauschschüler mit ihren Lehrern genießen durften. 

Nach der intensiven Arbeit in den Workshops stand bei herrlichem Herbstwetter eine Fahrt auf der Oberschwäbischen Barockstraße auf dem Programm, mit Besichtigungen der Barockkirche in Steinhausen und der Basilika in Weingarten, einer vom Förderverein gesponserten Führung im Kloster in Bad Schussenried und einem Besuch in Ravensburg, wo die Schüler selbstständig die Stadt erkundeten. Damit die niederländischen Schüler und Lehrer auch den Unterrichtsalltag im Beruflichen Gymnasium kennen lernen, begleiteten sie ihre Austauschschüler einen Tag lang in der Schule.

Beim Abschlussabend des Austauschs, zu dem die Gastfamilien, Kollegen und die Schulleitung eingeladen waren, präsentierten die Schüler die Arbeit der Workshops. Die Besucher waren beeindruckt von der Vielfalt der Ergebnisse, die auch die Vielfalt der Schule mit ihrem breiten Bildungsangebot widerspielgelten. Beim reichhaltigen Buffet, das die Gasteltern zusammengestellt hatten, gab es viele positive Rückmeldungen zum Start in den Schüleraustausch. Für die teilnehmenden Schüler war die Begegnung eine Erfahrung, die sicher weit über diese Woche hinaus wirken wird, wenn sie beispielsweise von der Vertiefung ihrer Englischkenntnisse oder der projektorientierten Arbeit in internationalen Teams profitieren werden. Deshalb freuen sie sich auch schon auf den Besuch in den Niederlanden, der im Februar 2019 stattfinden wird.

Text: Bettina Miller

Fotos: Organisationsteam