Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Verabschiedungen an der Bertha-Benz-Schule

Christine Majer (rechts) verabschiedet Agnes Rechtsteiner.

Zum Ende des Schuljahres verabschiedete das Kollegium der Bertha-Benz-Schule fünf Kollegen, eine Kollegin und die langjährige Sekretärin Agnes Rechtsteiner.

2327 Tage, drei Schulleiter und unzählige Kollegen und Schüler erlebte Agnes Rechtsteiner als Sekretärin der Sibylla-Merian-Schule und der Bertha-Benz-Schule. Als treue Seele des Sekretariats erlebten die Schulleiter, Kollegen und Schüler Frau Rechtsteiner in der Schulverwaltung. Mit ganzem Herzen hatte sie immer ein offenes Ohr für alle Anliegen von Schülern und Lehrern, auch wenn sie noch so unpassend in ihre vielfältigen Aufgaben hineinplatzten. Manch ein Schüler war sehr überrascht, dass ihn Frau Rechtsteiner persönlich kannte, fast unvorstellbar bei hunderten von Schülern, die jährlich die Türen des Sekretariats durchschreiten. Und so wird in Zukunft ein wichtiges Gesicht im Sekretariat fehlen, wenn ein neues Anliegen dorthin führt. Freuen dürfen sich Schüler und Kollegen der Ludwig-Erhard-Schule, wo Frau Rechsteiner im neuen Schuljahr ihre Tätigkeit aufnehmen wird. 

Georg Espelage

Georg Espelage, Erich Hösch, Elvira Richter, Dr. Wolfgang Rzehak und Werner Zimmermann wurden am letzten Schultag in den Ruhestand verabschiedet. Georg Espelage kam 2015 mit einer Abordnung von seiner Stammschule in Bad Saulgau an die Bertha-Benz-Schule. Davor verbrachte er drei Jahre an der deutschen Auslandschule in Thessaloniki. Die Einflüsse des südländischen Temperaments nahm er mit in seinen Deutsch- und Gemeinschaftskundeunterricht in der Berufsschule, der zweijährigen Berufsfachschule und im beruflichen Gymnasium. Wichtig war ihm vor allem im Gemeinschaftskundeunterricht tagesaktuell immer tipptopp vorbereitet mit den Schülern aktuelle Entwicklungen zu beleuchten und zu diskutieren. Akribisch arbeitete er sich in die neuen Bildungspläne der Berufsschule ein und die Kollegen freuten sich, seine minutiös vorbereiteten Arbeitsmaterialien in ihrem Unterricht einsetzen zu können und so lebt nach Georg Espelages Verabschiedung in den Ruhestand ein wichtiger Teil seiner Arbeit in der Bertha-Benz-Schule fort.

Schulleiter Christian Roth verabschiedet Erich Hösch (links).

Vergleichsweise spät trat Erich Hösch 2005 in der Sibylla-Merian-Schule in den Schuldienst ein. Studiert hatte er die Fächer Sport und Französisch und absolvierte parallel zu seinem Lehrauftrag ein Fernstudium an der TU Kaiserslautern im Bereich „Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen“. Dieses Studium und seine Erfahrungen aus der langjährigen Beschäftigung im Haus Nazareth prägten seine Arbeit in der Sibylla-Merian-Schule und in der Bertha-Benz-Schule. Sein wichtigstes Anliegen war immer die Gesundheit von Schülern und Kollegen und ein wertschätzender Umgang im täglichen Miteinander. Lange Jahre war Erich Hösch als Verbindungslehrer in besonders engem Kontakt mit den Schülern und als Mitglied des Personalrates bis 2014 setzte er sich für die Belange des Kollegiums ein. Außerdem war er als Präventionsbeauftragter aktiv, als Mitglied im Arbeitskreis Suchtprävention sowie im Arbeitskreis kommunale Kriminalprävention und als Organisator für den Gesundheitstag des Kollegiums. Bei der Fusion von Sibylla-Merian-Schule und Gewerblicher Schule setzte er sich mit viel Engagement für ein gelingendes Zusammenwachsen der zwei so unterschiedlichen Schulen ein. Nach dem Schulzusammenschluss war Erich Hösch vor allem im Berufseinstiegsjahr und später im Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf tätig. Wir sehr seine Schüler ihn schätzten, zeigte sich beim tollen Abschied, den diese ihm bei der Zeugnisübergabe bereiteten.  Mit den Worten, die Erich Hösch seinen Kollegen und Schülern immer wieder mit auf den Weg gegeben hat, verabschiedete sich Abteilungsleiter Stephan Issig: „ Gib weiter auf dich acht!“

Bernd Weinmann überreicht Elvira Richter eine Abschiedsurkunde.

Mit Elvira Richter wurde eine Kollegin verabschiedet, die den Aufbau und die Arbeit an der Fachschule für Sozialpädagogik 37 Jahre lang intensiv geprägt hat. Die diplomierte Sozialpädagogin kam 1982 an die haus- und landwirtschaftliche Schule Sigmaringen. Davor hatte die ausgebildete Erzieherin viele Jahre in unterschiedlichen Einrichtungen in der Kinder- und Jugenderziehung gearbeitet, so dass sie sehr viele praktische Erfahrungen in den Schuldienst mitbrachte. Als Lehrkraft für die Fächer Praxis- und Methodenlehre, Spiel, Jugendhilfe und Jugendrecht war sie in unterschiedlichsten Klassenstufen im Einsatz. Ihr besonderer Schwerpunkt war aber immer die Begleitung der Auszubildenden in den sozialpädagogischen Praxiseinrichtungen. Abteilungsleiter Bernd Weinmann stellte mit seinen mathematischen Berechnungen fest, dass Elvira Richter in all den Jahren mindestens 666, wenn nicht gar 777 angehende Erzieherinnen in der Praxis begleitet hat, je nachdem,  ob man von sechs oder sieben Deputatsstunden pro Schuljahr für diese Betreuung ausgeht. Viel Einsatz widmete die Sozialpädagogin auch dem Aufbau und Ausleihbetrieb der Fachbibliothek sowie der Einführung des Wahlfaches Puppenspiel. „Wir verabschieden eine Pädagogin, die sich mit viel Herzblut über 37 Jahre hinweg in die Fachschule für Sozialpädagogik einbrachte und zahlreiche Erzieherinnen in ihrer Ausbildung prägte.“, resümierte Bernd Weinmann und bedankte sich für diesen unermüdlichen Einsatz.

Dr. Wolfgang Rzehak

40 Dienstjahre erreichten Dr. Wolfgang Rzehak und Werner Zimmermann in  der Bertha-Benz-Schule. Dr. Rzehak kam 1984 nach Sigmaringen an die Sibylla-Merian-Schule. Mit den Fächern Deutsch, Geographie, Ethik, Philosophie und fachfremdem Unterricht in  Wirtschafts- und Gemeinschaftskunde war er in allen Schularten im Einsatz. Über seine Unterrichtstätigkeit hinaus brachte er sich mit einem vielseitigen Engagement ins Schulleben der Sibylla-Merian-Schule ein. Als Vertrauenslehrer hatte er stets ein offenes Ohr für die Belange der Schüler und gestaltete die Arbeit der SMV. Von 1990 bis 2014 leitete er die Schülerbücherei. Immer wieder organisierte er Theatervorführungen, für die er professionelle Ensembles engagieren konnte. Als Begründer und Herausgeber der Schulchronik der Sibylla-Merian-Schule dokumentierte er das Schulleben von 1997 bis 2012. Von 2003 bis zum Zusammenschluss der Sibylla-Merian-Schule und der Gewerblichen Schule im Jahr 2015 war er außerdem Vorsitzender des Fördervereins. Nachdem die Schulfusion beschlossene Sache war, setzte sich Dr. Rzehak für eine gelingende Zusammenführung der beiden Schulen ein. Zur Schulnamensgebungsfeier der Sibylla-Merian-Schule verfasste er das Theaterstück „Die Falterfrau“ und brachte es mit zwei Schülergruppen zur Aufführung. Bei der Schulnamensgebungsfeier der Bertha-Benz-Schule entwarf er ein szenisches Spiel. Mit seiner Erfahrung aus der Leitbildgestaltung an der Sibylla-Merian-Schule brachte er sich bei der Erarbeitung des Leitbildes für die "Bertha-Benz-Schule" ein. Nachdem er lange Jahre die Stellvertreterfunktion ausübte, übernahm Dr. Rzehak 2006 den Vorsitz des Fachverbands Deutsch in Baden-Württemberg. Bis heute organisiert er im Rahmen von Fortbildungen und Jahrestagungen den Austausch zwischen Vertretern aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik über unterrichtsrelevante Fragestellungen und so wird er auch nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand weiter Einfluss auf Unterrichtsgestaltung und fachpolitische Forderungen nehmen können.

Ottmar Frick (mitte) und Christian Roth (rechts) verabschieden Werner Zimmermann.

Werner Zimmermann verbrachte 41 Dienstjahre an der der Gewerblichen Schule und an der Bertha-Benz-Schule, aber insgesamt bringt er es auf stolze 46 Jahre an der Sigmaringer Schule, denn er absolvierte schon eine fünfjährige Schulzeit in der Gewerblichen Schule, bevor als Lehrer zurückkehrte. In der Zweijährigen Berufsfachschule für Metall erwarb er die Mittlere Reife und im Anschluss daran machte er im Technischen Gymnasium sein Abitur. Nach dem Studium zum Gewerbelehrer im Fach Maschinenbau startete Zimmermann seine Laufbahn als Lehrer mit dem Referendariat in der Gewerblichen Schule, der er bis zum Ruhestand treu geblieben ist. Lange Jahre unterrichtete er Fertigungstechnik im Technischen Gymnasium und in der Berufsschule, in der er bis zum Schluss im Einsatz war. Hier war er maßgeblich daran beteiligt, die Mechatronikerprojekte ins Leben zu rufen, die seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil der Ausbildung sind. 2001 zog es Werner Zimmermann doch noch über die Grenzen der Schule hinaus. 15 Jahre lang unterrichtete er Fachdidaktik für Technische Lehrer am Seminar in Weingarten.  Vom Regierungspräsidium wurde er außerdem zum Fachberater bestellt und in dieser Funktion unterstützte er die Unterrichtsentwicklung an den Schulen im Regierungsbezirk in seinem Fachbereich. Vor allem die Einführung des Lernfeldunterrichtes in der Berufsschule hat er dabei maßgeblich mitgeprägt, weswegen ihn Ottmar Frick, der stellvertretende Schulleiter als „Papst der Lernfelder“ bezeichnete.

Ulrich Kersenfischer

Noch viele Jahre als Lehrer hat Ulrich Kersenfischer vor sich, der mit den Fächern Wirtschaftslehre und Informationstechnik sein Referendariat an der Bertha-Benz-Schule absolviert hat. Er verlässt die Schule und wird im neuen Schuljahr an der Fritz-Erler-Schule in Tuttlingen seine Lehrtätigkeit aufnehmen, wo sich Schüler und Lehrer auf einen immer gut gelaunten Kollegen freuen dürfen.

Schulleiter Christian Roth, Ulrich Kersenfischer, Werner Zimmermann, Dr. Wolfgang Rzehak, Elvira Richter, Erich Hösch, Georg Espelage (v.l.n.r.)

Text und Fotos: Bettina Miller