Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

Schüler aus sechs Nationen treffen sich in Tschechien

Wie werden regenerative Energiequellen eingesetzt und welche Unterschiede gibt es hierbei innerhalb der EU? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schüler aus Bulgarien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Litauen, Rumänien und Tschechien im tschechischen Zdar nad Sazavou. Die GES war mit acht Schülern und den begleitenden Lehrern Friedrich Lenk und Florian Bischofberger bei der zweiten Schülerbegegnung des Comenius-Projektes mit dabei. Im Rahmen des multilateralen Projekts der Europäischen Union diskutierten die jungen Europäer über Chancen und Risiken alternativer Energieformen.

Für die sechstägige Konferenz hatten sich viele tschechische Schüler bereit erklärt, die Gäste aus Deutschland bei sich zu Hause aufzunehmen. In den Familien untergebracht mangelte es unseren Schülern an nichts, da sich ihre Gastgeber mit großer Hingabe um sie kümmerten.

 

Am 14. April fand die Anreise nach Zdar nad Sazavou statt. Eine spannende und abwechslungsreiche Woche mit Projekten, Besichtigungstouren und Wettbewerben erwartete die Konferenzteilnehmer. Alte und neue Energieformen existieren in der Tschechischen Republik nebeneinander und ergänzen sich gegenseitig. Dies erfuhren unsere Schüler, als sie ein Pumpspeicherkraftwerk besichtigten, das dazu genutzt wird, überschüssige Energie des danebenliegenden Atomkraftwerks zu speichern. Bei Energieknappheit können die Turbinen im Kraftwerk mit 200.000 Litern Wasser pro Sekunde betrieben werden.

Musisch-kulturelle Aufgaben gehörten aber genauso zum Programm wie technisches Wissen. So lernten die Schüler tschechische Bräuche und Sitten kennen und fertigten sogar eigene Stopp-Motion-Filme an, bei denen die Charaktere nur aus Kartoffeln hergestellt wurden. 

 

Nicht zuletzt stand auch die Landeskunde im Mittelpunkt der Reise. Bei Besichtigungstouren durch Städte und Dörfer des mährischen Hochlandes lernten die Projektteilnehmer, dass Tschechien ein Land mit einer reichen Geschichte ist. Die Zugehörigkeit zum Heiligen Römischen Reich, die Union mit der Slowakei und der Kommunismus  hinterließen ihre Spuren und formten das heutige Erscheinungsbild des kleinen Landes. In der Stadt Havlickuv Brod (früher: Deutschbrod) konnten die Schüler zudem sehen, welche Veränderungen es seit der Samtenen Revolution in Tschechien gab.

Die Schüler erhielten während dieser Woche nicht nur neue Einblicke in die Welt der regenerativen Energien, sondern auch in eine andere Kultur, und vor allem entstanden Freundschaften, die sicher über das Projekt hinaus bestehen werden. 

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