Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Gartenschauaktivitäten der GES Sigmaringen

Die Vorbereitungen für die Baden-Württembergische Gartenschau 2013 in Sigmaringen laufen auf Hochtouren. Mit dabei sind Schüler und Lehrer der GES. Mit verschiedenen Produkten und Beiträgen zur Gestaltung des Gartenschaugeländes bringen sich die Berufsschüker aktiv in das Sigmaringer Großereignis ein. 

Gartenschaubrot und Gartenschauwürste

Die Auszubildenden im Bäckerhandwerk unserer Schule wollten für die Gartenschau etwas Besonderes, Eigenes herstellen. Gemeinsam mit ihrem Technischen Lehrer Bäckermeister Günther Lutz entwickelten sie ein Brot mit einer speziellen Backmischung und einem ansprechenden Aussehen. Nach einigen Probeläufen und Verkostungen entschieden sie sich für ein mildes Brot mit einem dezenten Rosmarin-Kräutergeschmack, bestehend aus 25 Prozent Dinkel und 75 Prozent Weizen. Mit seinem Kräutergeschmack soll es nicht nur an die Gartenschau erinnern, sondern auch die Kunden zum Kauf verführen. Die gezwirbelte Form erinnert an den Lauf der Donau durch Sigmaringen.

Auch den Gartenschauwürsten verleihen einheimische Kräuter eine besondere Note. Technischer Lehrer Metzgermeister Steffen Blankenhorn beschäftigt sich mit den Auszubildenden im Fleischerhandwerk ebenfalls mit einer speziellen Kreation für die Gartenschau. Seit Mai 2012 wird am Rezept für eine Bratwurst und eine Rohwurst gefeilt. Vorgabe war, die Würste müssen mit ihrem Kräutergeschmack an die Gartenschau erinnern. Bei Verkostungen in der Schule und auch in den Innungsbetrieben wurden Konsistenz, Geschmack und Körnung aufeinander abgestimmt.

Der Rohwurst aus regionalem Schweinefleisch mit einem Fettanteil zwischen 25 und 30 Prozent verleihen nun Rosmarin, Muskat, Kümmel und Paprika die besondere Note.

Die Bratwurst entfaltet beim Grillen ihr besonders Aroma, das speziell für die Gartenschau entwickelt wurde. Die verwendeten Kräuter Rosmarin, Majoran, Thymian und Petersilie wirken sich positiv auf Körper und Geist aus.

Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden Gartenschaubrot und -wurst am 14. Januar 2013 im Rahmen des Landestourismustags der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart. Am Stand des Landkreises Sigmaringen wurden die neuentwickelten Köstlichkeiten gewürdigt und zur Verkostung angeboten.

Brot und Wurst sollen einen Namen bekommen. Am verkaufsoffenen Sonntag, dem 17. März 2013, präsentiert die GES Sigmaringen den Sigmaringer Bürgern auf einem Werbestand gemeinsam mit dem Gartenschaubüro der Stadt und der Fleischer- und der Bäckerinnung die Spezialitäten. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich an der Namensfindung für Brot und Wurst zu beteiligen.

In den anschließenden Wochen und während der Gartenschau werden die Kreationen in den einheimischen Innungsbetrieben zum Verkauf anboten.

Brückenpfeilergestaltung

Der Rundweg auf der Gartenschau wird die Besucher unter den beiden Brücken Burgstraße und Laizer Straße entlang führen. Die beiden Technischen Lehrer und Malermeister Werner Weber und Helmuth Jäger reizte das Grau der Brückenpfeiler. Sie schlugen vor, die Pfeiler entsprechend der Gartenschau farblich zu gestalten. Die Auszubildenden des Maler- und Lackiererhandwerks erhielten die Projektaufgabe, Gestaltungsvorschläge zu erarbeiten. Viele Ideen, von den Sigmaringer Stadtfarben, über das Blau der Donau, den Forstbezirken entlang der Donau bis hin zu stilisierten Blumen fanden Eingang in die Entwürfe. Jede Schülergruppe erstellte ein Muster ihres Vorschlags auf einer Holzplatte und beschrieb die Gedanken, die zu diesem Entwurf geführt hatten. Ihren großen Auftritt hatten die Schüler vor dem Projektausschuss der Gartenschau. Jedes Team stellte sein Konzept dem interessierten Ausschuss vor. Im Anschluss stimmten die Mitglieder des Ausschusses darüber ab, welche Vorschläge realisiert werden sollen.

Ausgewählt wurden vier Vorschläge:

So wird sich zur Gartenschau jeder Brückenpfeiler als eigenes Kunstwerk präsentieren.

Die Gestaltung wird auf Holzplatten erfolgen, die dann an den Pfeilern angebracht werden.

Vor dem Informationstag an der GES, am 01. Februar 2013 werden die Maler eine Projektwoche einlegen, in der die Umsetzung der Pfeilergestaltung an der Schule erfolgt. Bereits während des Informationstages kann die Öffentlichkeit die im Wesentlichen fertig gestellten Kunstwerke in der Ebene 1 des B-Gebäudes der Gewerblichen, Ernährungs- und Sozialwissenschaftlichen Schule begutachten.

Der Sigmaringer Bauhof wird das Montieren der Bilder an die Brückenpfeiler übernehmen.

Fachwerkfassade

Zur Abgrenzung eines Themengartens hat sich das Gartenschaubüro eine Fachwerkfassade gewünscht. Das zwölf Meter lange Bauwerk wird einen Reihenhausblock mit sechs Häusern umfassen, die in Form eines Miniaturfachwerks dargestellt werden.

Das Fachwerk wird mit Blumenkästen geschmückt, die von Blumenhäusern bestückt werden. Der Entwurf der Fassade stammt von den Auszubildenden des Zimmererhandwerks unter Leitung der Technischen Lehrer Heribert Holderried und Jens Hartkopf. Die Schüler der Einjährigen Berufsfachschule Bautechnik übernehmen auch den kompletten Aufriss und die Herstellung der sechs Häuser, die dann im Gartenschaugelände zusammengesetzt werden.

Die Halterungen für die Blumenkästen werden von Schülern der Einjährigen Berufsfachschule Metalltechnik mit ihrem Technischen Lehrer Bruno Heißel gefertigt.

Rankgerüst

Ebenfalls als Begrenzung eines Themengartens dient ein Rankgerüst aus Metallstangen und Stahlseilen, das in der Schweißausbildung des Technischen Lehrers Bernd Sigg zusammen mit Schülern aus den Ausbildungen zum Landwirt und zum KFZ-Mechatroniker entsteht. Die Planung für das Rankgerüst entstand in Absprache mit dem Landschaftsarchitekturbüro Adam. Zieren sollen das Gerüst nicht nur Rankgewächse, sondern auch Küchenutensilien.

Gartentisch mit Hockern

Ein sechs Meter langer Gartentisch mit den dazugehörigen Stühlen wird von den Schülern der Einjährigen Berufsfachschule Holztechnik (Schreinerausbildung) aus einer soliden Holzkonstruktion gefertigt. Tisch und Stühle zieren einen Themengarten nahe des Haupteingangs der Gartenschau. Technischer Lehrer Werner Mahlenbrei fertigte zwei verschiedene Modelle an, von denen vom Landschaftsarchitekturbüro Adam und dem Gartenschaubüro eines ausgewählt wurde. Der Tisch symbolisiert die Gemütlichkeit in einem Garten und soll zum Verweilen auf dem Gartenschaugelände einladen.

Hirsche

Der Gesamtelternbeirat der Stadt Sigmaringen initiierte das Projekt ‚Hirsche‘. Alle Sigmaringer Schulen beteiligen sich daran mit künstlerisch gestalteten Hirschen, die auf vielfältige Art und Weise hergestellt werden. Die Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen beteiligt sich an diesem Projekt mit 15 Hirschen, die aus Stahlblech ausgeschnitten werden. Die GES-Hirsche werden unterschiedliche Körperhaltungen haben, um im Gesamtbild am Ufer der Donau nahe der Bootshaus-Brücke ein lebendiges Hirschherdenbild zu erzeugen. Auch die GES-Hirsche entstehen in der Schweißausbildung des Technischen Lehrers Bernd Sigg zusammen mit Schülern aus den Ausbildungen zum Landwirt und zum KFZ-Mechatroniker.

Wasserbecken

In Romeos Garten unterhalb des Schlossfelsens wird ein glitzerndes Wasserbecken mit einem Zitat aus Shakespeares ‚Romeo und Julia‘ zusammen mit Kletterpflanzen, Vergissmeinnicht, tränendes Herz und Funkien ein romantisches Ensemble bilden. Da die Größe von Wasserbecken und Schrift die Fertigungsmöglichkeiten des GES weit überschritten hätte, hat die Schule mit ihren dualen Partnerfirmen Trumpf und Steinhart aus Hettingen zwei ideale Partner gefunden, die die Herstellung des Wasserbeckens und des Schriftzuges übernehmen. Die Schule ist mit den Firmen eng durch die Ausbildung der Industriemechaniker und Mechatroniker verbunden.

Pavillon des Landkreises Sigmaringen

Der Pavillon des Landkreises Sigmaringen wird am Haupteingangsweg der Gartenschau stehen und bietet den Gemeinden und Institutionen des Landkreises eine Möglichkeit, sich und ihre Aktivitäten darzustellen.

Farbgestaltung

Der Hauptraum des Pavillons soll farblich gestaltet werden. Nach Aufstellen des in Holzbauweise gefertigten Gebäudes auf dem Gartenschaugelände wird das Berufseinstiegsjahr Farbtechnik (BEJ) ein mehrtägiges Projekt durchführen, bei dem die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Technischen Lehrern Werner Weber und Helmuth Jäger die Farbgestaltung des Schauraumes vornehmen werden.

 

Elektroinstallation

Der Pavillon wird einen kleinen Küchenbereich erhalten und natürlich soll der Hauptraum für die Vorführungen der Gemeinden optimal ausgeleuchtet werden. Die Lehrer Peter Demmer, Ulrich Uhl und Sigbert Klein planen die Elektroinstallation von den Steckdosen über den Anschluss der Küchengeräte bis hin zur Beleuchtung mit moderner Beleuchtungstechnik. Nachdem die Maler der GES den Pavillon farbtechnisch fertiggestellt haben, werden die Schüler der Einjährigen Berufsfachschule Elektronik (Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik) in einem ebenfalls einwöchigen Projekt die Installationsarbeiten durchführen.