Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

Inspiration Wasser-Dessen Herkunft und unser Umgang

Der Seminarkurs des Ernährungs- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums besucht die Bodenseewasserwerke in Sipplingen

Im Zuge des diesjährigen Seminarkurses mit den Überthemen „Literatur-Wasser-Zeit“ ging es am 22. Januar 2013 auf den Sipplinger Berg am Bodensee. Die 21 Schülerinnen und Schüler machten sich mit den betreuenden Lehrern, Frau Bruszt, Frau Wolf und Herrn Andrä auf den Weg zum Bodenseewasserwerk.

Seminarkurs 2012/13 vor dem Wasserwerk

­

Pünktlich zum vereinbarten Termin um 13.30 Uhr stand die ganze Truppe bereit, um von Frau Busjahn aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bodenseewasserversorgung in Empfang genommen zu werden. Sie informierte uns zuerst über die strengen Sicherheitsvorkehrungen, die im Werk herrschen. Unter anderem mussten wir die Ausweisnummern im Voraus angeben. Nach der kurzen Einführung und Begrüßung zeigte sie uns eine Luftaufnahme vom Sipplinger Berg und den Gebäuden des Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung. Als kurze Einführung durften wir einen Film über den Bodensee und das Wasserwerk sehen, der sehr interessant aufgebaut war. Weiter ging es zum riesigen Quellbecken, in dem das Wasser aus dem See zum ersten Mal an die Oberfläche tritt und dort aufgefangen wird. Entnommen wird es an der Entnahmestelle am Fuß des Berges. Frau Busjahn erklärte die ersten Schritte in diesem Becken, das Befreien von Algen, welche dem Wasser eine grünliche Färbung verleihen. Im zweiten Schritt wird es mit Ozon versetzt. Ozon macht das Wasser keimfrei und desinfiziert es somit. 

Der letzte Schritt der Wasseraufbereitung, der in der Filterhalle stattfindet, wurde uns auch dort erklärt. In Sandfilterbecken wird das Wasser von Ausflockungen befreit und ist nach der Zugabe von Chlor trinkfertig. Chlor wird sicherheitshalber zugegeben, um das Wasser für den langen Transport bis nach Stuttgart und zum äußersten nördlichen Zipfel in Bad Mergentheim haltbar zu machen. Frau Busjahn wurde nicht müde, darauf hinzuweisen, dass das Bodenseewasser an sich schon Trinkwasserqualität hat und der Chlorzusatz eigentlich eine reine Vorsichtsmaßnahme sei.

Im Wasserwerk

Abschließend durfte jeder von uns noch ein Glas frisches Trinkwasser aus der Leitung der Bodenseewasserwerke kosten. Nach so vielen Informationen über Wasser, war es dann eine Wohltat dieses auch trinken zu dürfen. Und es hat geschmeckt.

Täglich werden 4 Mio. Menschen in Baden Württemberg mit Trinkwasser aus dem Bodensee versorgt.