Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Projektpräsentation der Mechatroniker

Die Mechatroniker des dritten Ausbildungsjahres haben am Donnerstag, den 2. Mai die Ergebnisse ihrer diesjährigen Projektarbeit vor Vertretern der Betriebe, Ausbildungsleitern, Lehrern und Mitschülern vorgestellt.

 „Alle Erfindungen sind gemacht.“ Mit dieser Begründung wollte der Leiter des Londoner Patentamtes 1908 sein Haus schließen. Schulleiter Klaus A. Peter stellte in seiner Begrüßung fest, dass diese Ansicht nicht nur durch die Erfindungen  bedeutender Forscher widerlegt worden sei, sondern dass auch die Mechatroniker der GES mit ihren Projekten immer wieder eine unglaubliche Kreativität und Innovationskraft demonstrierten. Seit 1999 gehört die Projektarbeit der Mechatroniker zum festen Bestandteil der Ausbildung.  

Ein Novum in diesem Jahr war die parallele Durchführung von drei Projekten. In wochenlanger Arbeit waren die jungen Tüftler mit der Planung, Konstruktion, Fertigung und schließlich der Montage ihrer Projektgegenstände beschäftigt. Um den Anforderungen des Berufslebens in Zeiten der Globalisierung vollends gerecht zu werden, wurde ein Teil der Präsentation in Englisch gehalten.

Sechs Schüler der E3ME hatten sich in der Planungsphase für die Entwicklung eines Greifautomaten entschieden. Fachlehrer Hans Kißling, der die Projektarbeit der Mechatroniker schon seit den Anfängen begleitet, unterstützte die Gruppe bei ihrer Arbeit. Stolz präsentierten die Azubis ihr Produkt, das sowohl mit seinem Design als auch mit der Funktion beeindruckte. Mit einem Joystick kann ein Spieler einen Greifer positionieren, der auf Knopfdruck gestartet wird und wenn der Spieler Glück hat, ein Geschenk auswählt. Bei der Planung berücksichtigten die Schüler alle Eventualitäten, so dass der Automat nun sowohl gegen Diebstahl als auch gegen Stromausfall gesichert ist.

 

Bei ihrer Arbeit kooperierten die Mechatroniker auch mit zwei Schülern aus dem Technischen Gymnasium, die sich im Fach Bionik ebenfalls mit der Funktion von Greifern beschäftigt hatten. Martin Klauser und Marcel Wesner nutzten die Gelegenheit und stellten ihren selbst gebauten bionischen Greifer vor, der auf dem Fin Ray Effekt basiert.

 

Schütteln, rühren, schütteln – das gehört bei Cocktail-Partys vielleicht bald der Vergangenheit an, wenn man den vollautomatisierten Cocktail-Mixer mietet, den sechs Schüler mit der Unterstützung von Fachlehrer Peter Demmer entwickelt haben. Auch hier standen die Mechatroniker immer wieder vor scheinbar unüberwindbaren Problemen, für die eine Lösung gefunden werden musste. Beispielsweise mussten sämtliche Anforderungen an die Hygiene berücksichtigt werden. Beeindruckt verfolgten die Gäste, wie aus den verschiedenen Saftflaschen, die kopfüber in einem Rotationssystem stecken, ein – natürlich antialkoholischer – Cocktail gemixt wurde.

Einer besonderen Herausforderung hatte sich die dritte Gruppe der Auszubildenden gestellt. In der Metallwerkstatt der GES steht seit 1975 eine Kerbschlagprüfmaschine, die seit 1990 nicht  mehr im Gebrauch war, weil sie über keinerlei Sicherheitseinrichtungen verfügte. Fünf Schüler und Fachlehrer Klaus-Dieter Korn-Amann beschlossen, das alte Pendelschlagwerk, mit dem die Zähigkeit von Werkstoffen geprüft werden kann, zu reaktivieren. Das hochgesteckte Ziel wurde erreicht. Die Mechatroniker bauten einen Sicherheitskäfig und ersetzten den mechanischen Antrieb durch eine elektronische Steuerung, die den Prüfhammer bewegt. Stellvertretend für seine Gruppe übergab Sinan Kicilcelik symbolisch das alte Antriebsrad zusammen mit dem Schlüssel für die Sicherheitstür Werkstattlehrer Bruno Heißel, der im Werkstoffprüflabor der Schule mit der Maschine, die jetzt alle Anforderungen an die Sicherheit erfüllt, wieder das Material mit seinen Schülern prüfen kann.

Möglich gewesen wären die Projekte nicht ohne die Unterstützung der Betriebe und der Lehrer und so ging der besondere Dank der Schüler an ihre Ausbildungsbetriebe sowie an die betreuenden Lehrer.

Diashow