Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Neues Projekt der Theater-AG im Schuljahr 2012/13

Euthanasie - „Der schöne Tod“. Die Griechen prägten den Begriff für ein leichtes Sterben als Erlösung von einem schweren Leben. Die Nationalsozialisten verschleierten damit die Tötung von Menschen mit geistigen, körperlichen und seelischen Behinderungen, die nicht in ihre Wahnvorstellungen von der „reinen Rasse“ und dem „gesunden Volkskörper“ passten, sondern als „unnütze Esser“ betrachtet wurden, die die Volkswirtschaft und Sozialsysteme belasten und deren Dasein als „lebensunwert“ galt. Der Tod dieser Menschen in den Gaskammern, in unserem Land, in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, war nicht „schön“, sondern Mord.

„Euthanasie“ ist ein belasteter Begriff und stellt die Frage nach den Werten, die eine Gesellschaft dem Recht auf Leben, der Ausgestaltung des menschlichen Zusammenlebens und den Rechten des Einzelnen zugrunde legt. *

 * (Quelle: „Wohin bringt ihr uns“ NS-“Euthanasie“ im deutschen Südwesten. Landeszentrale für politische Bildung / Materialien)

Mit unserer Theater-AG möchten wir ein Stück auf die Bühne bringen, das an das historische Ereignis der Deportation von 90 psychisch kranken Menschen im Jahr 1940 aus Sigmaringen erinnert. Gleichzeitig soll das Stück, auf der Grundlage des heutigen Verfassungsgebots der Unverletzlichkeit der menschlichen Würde und der unveräußerlichen Persönlichkeitsrechte, auf die tagtägliche Nichteinhaltung dieser Menschenrechte hinweisen und unser (Nicht-) Handeln trotz guter Informationen beleuchten.

 

Wer sich vorstellen kann, bei diesem interessanten Projekt mitzumachen, sei es als Schauspieler/In, Texter/In, Bühnentechniker, Souffleur/Souffleuse, Organisator/in, Musiker/in oder einfach aus Interesse am Thema, ist herzlich eingeladen zum Treffen der Theater-AG immer am

Dienstag, um 15.00 Uhr

im Foyer der Ludwig-Erhard-Schule

 

 Ansprechpartnerinnen des Theater-AG-Teams:

Waltraud Bertram, Sandra Göggel, Sabine Hauler, Martina Schmid