Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Comenius-Treffen in Bulgarien

Zwei Schülerinnnen und sechs Schüler der Bertha-Benz-Schule reisten am 15. März zur sechsten Konferenz des Comenius-Projektes nach Vidin in Bulgarien. Begleitet wurden sie von ihren Lehrerinnen Heike Friedrich und Waltraud Goller-Bertram. Gemeinsam mit Schülern aus Frankreich, Holland, Litauen, Tschechien und dem bulgarischen Gastland beschäftigten sie sich mit Fragen der europäischen Wasserversorgung.

Auf der Heimreise schilderten die Schüler ihre vielfältigen Eindrücke und Erfahrungen, die sie beim internationalen Austausch gemacht hatten.

Julian Disch:

„Wenn man an Bulgarien denkt, stellt man sich ein armes Land mit schlechten Bildungsmöglichkeiten vor. Dies trifft auch im Wesentlichen zu, jedoch wurde ich in Sachen Sprachkenntnisse positiv überrascht. Die meisten Bulgaren sprechen ein sehr gutes Englisch, was mich sehr überraschte. Was ich auch sehr gut fand, ist, dass viele Programmpunkte von den Schülern selbst gestaltet und geleitet wurden. Durch coole Kennenlernspiele und gemeinsame Abende in Bars haben wir schnell viele neue Freunde gefunden.“

Tim Otto:

“My first experience of a foreign country was the best I could have. We traveled to Bulgaria, a country which is part of the European Union. We visited the town Vidin for about a week. Different host families showed us how they live and what kinds of habits they have in Bulgaria. We saw a lot of their private family lifestyle and we ate a lot of different kinds of Bulgarian dishes.

We had a special program every day for example we have visited the Baba Vida fortress or we played some games with the students of other countries. When our program was finished we could go wherever we wanted to, to meet some friends, visit the classes of the school we were and so on. In my time of Vidin I had a lot of fun and made some new friends. With my host student Tsvetomir I visited different kinds of bars, clubs, shops. We to know each other more in depth and he introduced me to his friends and classmates. His parents were also really friendly even if they didn’t speak English very well they were really giving and showed me some of their traditions. Actually that surprised me because Vidin is the poorest town in Bulgaria and they don’t have a big income. I like Vidin and it’s people, living there, and I’m really looking forward to visit it again.

One of the best things of Vidin is that everything is so cheap. But there are also bad things to talk about. For example the streets and the buildings are mostly damaged or destroyed but actually you can’t blame Bulgaria for this. Bulgaria is a poor country and they can’t do anything about it. But with the time you get used to it and you can see the attractive an beautiful sides of Vidin.

The whole project was supported by the European Union so that almost every student could take part of it. Long story short, Bulgaria is definitly worth visiting because you won’t see a modern, strong country. You will see a poor and weak country which is completely different from Germany. You will meet friendly people who are always interested in seeing people of a foreign country. Going to a foreign country is the best experience you can have, so I highly recommend you to take chance if you have it.”

Fabian Vogel:

„Was als erstes aufgefallen ist, waren Gebäude in sehr schlechtem Zustand, sowie unfertige Bauten. Man sah den kommunistischen Baustil der Sowjet-Union an riesigen Plattenbauten, an deren Fassade schon Jahrzehnte nichts mehr renoviert wurde. Kommt man aus der Stadt auf das Land, so sieht man – so habe ich mir sagen lassen – eine der ärmsten Regionen der EU. Dörfer, die ein – für mich – unwirkliches Bild von Geisterstädten aus Firmen weckten. Backsteinhäuser, schiefe Wände, kaputte Dächer, Fenster und Türen schockten vorerst. Außerdem sind die Straßen dort sehr schlecht. Schlaglöcher und ungeteerte Straßen machten die Reise beschwerlich.

Trotzdem war es eine großartige Woche. Durch ein gut organisiertes Programm der Bulgaren und Gruppenspiele fanden sich in kürzester Zeit neue Freunde. Zum Beispiel besuchten wir eine drei Km lange Höhle, eine Bergfestung im Grand-Canyon-Ambiente, so wie ein bulgarisches Kulturhaus. Abend ging’s dann auf Kneipentouren zusammen mit den anderen Nationen. Als kleinen Nebeneffekt verbesserten wir dabei unsere Englischkenntnisse. Zu guter Letzt wurde ich von meiner Gastfamilie sehr herzlich empfangen und durch und durch verwöhnt.“

Ramona Neigum:

„Als die Reise begonnen hat, war ich sehr aufgeregt und nervös, auf das, was mich in dem für mich noch unbekannten Land mit noch fremden, unbekannten Leuten erwarten würde. Doch eine Angst legte sich, und das war die vor den anderen Mitreisenden. Wir haben uns sehr schnell gut miteinander verstanden, das freute mich. Die nächste größere Angst war die vor dem Fliegen, doch es ist gar nicht so schlimm und ich hatte schnell meine Freude daran. Eine weitere Angst war die vor der noch unbekannten Gastfamilie, die ich bei meiner Ankunft erst einmal suchen musste. Doch plötzlich stand sie da, meine Gastgeberin Jenny, die mich mit ihrem Freund abholte. Ich war sehr nervös und wusste nicht gleich, was ich sagen sollte. Wir waren beide sehr schüchtern am Anfang, doch dies legte sich auch nach einigen Tagen. Mich hat sehr gefreut, dass ihr Vater etwas Deutsch sprechen konnte, diese Nachricht hat mich beruhigt und somit habe ich mich auch schon mehr zugehörig gefühlt und nicht so ganz fremd.

Wir haben in dieser Woche viele Unternehmungen gestartet, sehr viele schöne Seiten von der Stadt gesehen, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, das Baba Vida Schloss, die Magura Höhle, das Belogradschik Gebirge und der Abend der Traditionen. Man hat aber nicht nur die schönen, freudigen Seiten gesehen, sondern auch Armut, die durch viele beschädigte Straßen, Häuser und Gebäude offensichtlich wurde, viele streunende Hunde und auch die Armut in den Familien selbst.

Man hat viele neue Eindrücke bekommen und auch etwas zum Nachdenken und die Einsicht, dass man vielleicht manchmal mit weniger zufrieden sein sollte, denn andere können das auch.

Auch die Unterrichtsgestaltung an der bulgarischen Schule fand ich sehr interessant und auch irgendwie lustig. Die Schüler bringen eigentlich nichts mit zur Schule außer einem Stift, obwohl sie auch Bücher haben. Zum Thema Wasser, das im Mittelpunkt stand, hätte ich gern noch etwas mehr gemacht.

Für mich war der Austausch sehr interessant und ich habe viel über mich und meine Einstellung und Denkweise lernen können und mein Wissen erweitern können. Es war eine Bereicherung für mich und ich würde gerne wieder an so einem Projekt teilnehmen.

P.S. Das bulgarische Essen ist sehr lecker!“

 

Benjamin Kizilcelik:

„Ich bin in meiner Gatfamilie herzlich aufgenommen worden, wir haben uns  trotz Verständigungsproblemen sehr gut verstanden. Es gab sehr nette Kontakte zu Schülern der anderen Nationen und wir haben sehr viel über die Kultur und Lebensverhältnisse gelernt. Es war interessant zu sehen, was aus der kleinen Donau, die durch Sigmaringen fließt, werden kann!“

 

Eva-Maria Speidel:

„Die Leute sind sehr gastfreundlich, nett und witzig. Wir haben das Leben in Bulgarien spürbar miterlebt, in der Schule, zu Hause oder abends. Wir hatten genügend Zeit mit den anderen Gruppen aus Frankreich, Niederlanden, Tschechien und Litauen zu kommunizieren. Das Programm war sehr gut und vielseitig, wir haben viele interessante Orte in Vidin gesehen.“