Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

Projektpräsentation der Mechatroniker

„Da funktioniert etwas nicht richtig, bringt das mal zum Laufen.“ So einfach klingen die Aufgaben eines Mechatronikers und doch ist die Lösung eines Problems oft sehr kompliziert. Die Mechatroniker des dritten Ausbildungsjahres der Bertha-Benz-Schule  ließen sich davon bei ihrer diesjährigen Projektarbeit aber nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil, denn je schwieriger die Aufgabe, desto größer ist die Herausforderung sie zu lösen.

Am Dienstag, den 6. Mai stellten die Schüler der E3ME die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Seit 1999 gehört die Projektarbeit der Mechatroniker zum festen Bestandteil der Ausbildung in der Schule. Erstmals wurden in diesem Jahr parallel vier Projekte durchgeführt. „Das ist der Höhepunkt im Schuljahr“, stellte Schulleiter Klaus A. Peter fest. Er freute sich, Vertreter der Betriebe, Ausbildungsleiter, Lehrer und Mitschüler zur Projektpräsentation in der Bertha-Benz-Schule begrüßen zu dürfen. Peter brachte die Bedeutung des Projektes auf den Punkt: „Die Schüler lernen hier im Team zielorientiert, selbständig und unter Zeitdruck zu arbeiten und dabei auch mit Misserfolgen umzugehen.“

 

 

Die Aufgabe der ersten Gruppe bestand darin, eine alte Sortieranlage der Schule mechatronisch aufzurüsten und damit auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. In verschiedenen Teams verbesserten die Schüler das Förderband, die Prüfstation, das Magazin und die Steuerungseinheit. Stolz präsentierten sie die Anlage, die sie so programmiert hatten, dass Gegenstände nach Material und Größe sortiert werden. „So läuft die Anlage, so steht sie heute hier.“, resümierte Michael Knodel.

 

Kiba, Exotic, Tutti Frutti, Tropical – erfrischende Cocktails, ohne selbst schütteln und rühren zu müssen, dies verspricht der vollautomatisierte Cocktailmixer, den die Mechatroniker im letzten Jahr gebaut haben. Bei den ersten Einsätzen zeigten sich noch ein paar Mängel, die beim diesjährigen Projekt behoben werden sollten. Die Schüler versetzten beispielsweise die Tür, damit die Anlage besser gewartet werden kann und versteiften den Flaschenhalter. Bei der Vorführung zeigte sich, dass nun alles bestens funktioniert und somit der erfolgreichen  Cocktailparty nichts mehr im Wege steht.

 

Die Optimierung eines Greifautomaten hatte sich eine andere Schülergruppe vorgenommen.  Bisher hatten die Spieler in den seltensten Fällen das Glück gehabt, mit dem Greifer einen Gewinn zu ergattern. Im Laufe der Projektarbeit haben die Azubis die Auswurfklappe, die Schlauchführung sowie die Führungsschnur angepasst, die Rückwand und die Führungen lackiert, eine magnetische Türhalterung angebracht, das Spielfeld verkleinert und den Joystick ausgetauscht. Mit einen bisschen Geschicklichkeit haben die Spieler jetzt gute Gewinnchancen.

 

 

Im vierten Projekt stellten sich die Schüler der Herausforderung, den Brunnen im Eingangsbereich der Bertha-Benz-Schule, der 2011 gebaut wurde, zu erneuern. Die einzelnen Komponenten des Brunnens repräsentieren die verschiedenen Abteilungen der Schule vom Schneebesen und der Eisbombe aus der Nahrungsabteilung über eine Spritzpistole der Maler, ein Kreissägeblatt der Schreiner bis hin zur Maurerkelle. Eisbombe, Schneebesen und Kelle wurden neu lackiert und sandgestrahlt. Das Zahnrad wurde auf dem Sägeblatt montiert und der Motor des Quirls wurde so gut getuned, das jetzt alles zusammen wieder in Bewegung gebracht und mit Lichteffekten zu kombiniert werden kann. Um den Brunnen vor Schmutz und Beschädigungen zu schützen konstruierten die Schüler ein Schutzgehäuse aus Stahl und Glas. „Das hält sogar, wenn ein Rhinozeros dagegen rennt.“, versicherte Fachlehrer Peter Demmer.

Möglich gewesen wären die Projekte nicht ohne die Unterstützung der Firmen und der Lehrer und so ging der besondere Dank der Schüler und des Schulleiters an die Ausbildungsbetriebe sowie an die betreuenden Lehrer Peter Demmer, Patricia Grässle, Hans Kißling, Klaus-Dieter Korn-Amann, Stefanie Linz und Ulrich Uhl.