Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

Drei Lehrer der Bertha-Benz-Schule werden in den Ruhestand verabschiedet

106 Jahre – diese ein gewöhnliches Lebensalter übersteigende Anzahl von Jahren haben drei Lehrer an der Sibylla-Merian-Schule und an der Gewerblichen Schule Sigmaringen und schließlich an der Bertha-Benz-Schule unterrichtet und dabei Generationen von Schülern begleitet. Zum Ende des Schuljahres wurden sie vom Kollegium in den Ruhestand verabschiedet. 

Neben ihrem Abteilungsleiter Hermann Knoblauch muss die landwirtschaftliche Abteilung der Schule in Zukunft auf einen weiteren Kollegen verzichten. Hans Epp unterrichtete 32 Jahre lang die angehenden Landwirte in Sigmaringen. Immer zeigte er sich um deren Zukunft besorgt. Erst als klar war, dass seine Nachfolge in Sigmaringen geregelt ist, konnte er sich beruhigt zum Eintritt in den Ruhestand entschließen. Schulleiter Klaus A. Peter dankte ihm für seine kooperative Tätigkeit und seinen Einsatz für die Schüler.

 

 

 

 

Nach 39 Unterrichtsjahren in Sigmaringen wurde Ulrich Uhl pensioniert. Der gelernte Elektriker baute die Elektroabteilung der Schule auf und entwickelte sie immer auf dem aktuellsten Stand der technischen Entwicklung weiter, was ihm den Titel „Mister Elektro“ einbrachte. Im Landkreis Sigmaringen gibt es wohl kaum einen Elektriker, der nicht bei Ulrich Uhl in der Ausbildung war. Über Jahrzehnte gestaltete Uhl die Prüfungen mit und stand immer im engsten Kontakt zu den Betrieben der Region. „Sie hatten stets ein Ohr am Blitzableiter des Handwerks“, stellte Schulleiter Peter mit Respekt fest.

 

 

 

 

Auch die Metallabteilung der Schule verliert einen Kollegen, der mit seiner fachlichen Kompetenz und seinem unermüdlichen Einsatz Schulgeschichte geprägt hat. Hans Kißling wurde nach 35-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand verabschiedet. Als Schiffsbauingenieur kam er 1979 nach Sigmaringen, wo es einige Jahre dauerte, bis das Regierungspräsidium den im Süden unbekannten Abschluss anerkannte. Als „Eckpfeiler“ der Metallabteilung begleitete er über ein Jahrzehnt die Projekte der Mechatroniker, bei deren Durchführung er unzählige Wochenenden mit seinen Schülern in der Schule verbrachte, wobei er auch immer eng mit Ulrich Uhl zusammenarbeitete.

Der Schulleiter zeigte sich beeindruckt von Kißlings Idealismus, mit dem er die Metallabteilung weiterentwickelt habe. „Sie waren eine Koryphäe in der Metalltechnik“, so Peter.