Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule Sigmaringen

 

 

Vernissage im Technischen Gymnasium

32 Schülerinnen und Schüler der Eingangsklasse  Technik & Management des Technischen Gymnasiums der Bertha-Benz-Schule haben sich in einem fächerübergreifenden Projekt im Rahmen des Comenius-Projektes der Europäischen Union mit dem Thema Kommunikation beschäftigt und die Ergebnisse in einer Vernissage vorgestellt.

Kommunikation – ein Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst, denn kein Zusammenleben in einer Gemeinschaft funktioniert ohne Kommunikation. Die Frage des Comenius-Projektes, in dem sich die TG-Schüler mit Schülern aus Frankreich und Österreich austauschen, lautet: „Can Europe communicate?“. Sie zielt damit direkt auf das Hauptziel des europäischen Einigungsprozesses, den Frieden in Europa zu sichern, was ohne gelungene Kommunikation nicht möglich ist.

Schulleiter Klaus A. Peter freute sich, die Familien und Lehrer der Schülerinnen und Schüler zu dieser Projektpräsentation begrüßen zu dürfen.  Er sei gespannt, so Peter, auf die Präsentationen der Schüler, die als „Digital Natives“ mit den modernen Kommunikationsmitteln groß geworden seien, während seine Generation die rasanten Entwicklungen seit der Digitalisierung der Kommunikation direkt miterlebt habe und manche  Erscheinungen in der aktuellen Kommunikation auch etwas kritisch betrachte.

 

 

Die Schüler hatten Markstände gestaltet, an denen sie die vielfältigen Aspekte des Themas präsentierten. Sie vermittelten Einblicke in die Geschichte der Kommunikation. Hier wurde deutlich, wie technische Innovationen immer wieder die Möglichkeiten der Kommunikation erweitert und deren Art und Weise verändert haben. Auch der Missbrauch der technischen Möglichkeiten, beispielsweise durch das  NS-Unrechtsregime, das mit dem Volksempfänger seine Propaganda verbreitet hat, fehlte nicht.  In den Kellern und auf den Speichern ihrer Eltern und Großeltern hatten die Schüler eine Reihe von alten Exponaten ausgegraben, die sie ausstellten. Da kamen bei den Besuchern so manche Kindheitserinnerungen hoch, als sie Telefone mit Wählscheiben, ein altes UKW-Radio oder ein Röhrenfernsehgerät, bei dem man noch vom Sofa aufstehen musste um umzuschalten, erblickten.  

 

 

Mit verschiedenen Versuchen zeigten die Schüler  technische Details der Kommunikation, beispielsweise die Funktion der elektrischen Telegrafie mit Morsezeichen. Deutlich wurde auch, dass es bei der Nachrichtenübermittlung mit der optischen Telegrafie wohl genauso schwierig war, Geheimnisse zu bewahren wie bei der Kommunikation mit den modernen sozialen Medien. Bei den Schülern, die sich im Deutschunterricht mit dem Thema beschäftigt hatten, war zu erfahren, dass über 80 % der menschlichen Kommunikation auf nonverbaler Ebene abläuft und warum es so oft zu Missverständnissen kommt. Auch im Englischunterricht wurde dieses Problem aufgegriffen und die Schüler schrieben selbst Kurzgeschichten, in denen Kommunikationsprobleme im Mittelpunkt stehen. Außerdem analysierten sie englische Songs zu diesem Thema.    

 

 

Im BWL-Unterricht forschten die Schüler nach, woher die Rohstoffe für unsere tollen Smartphones kommen. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Auf Plakaten zeigten die Schüler die negativen Begleiterscheinungen der Förderung von Coltan, die hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo erfolgt, wie Kinderarbeit, Bürgerkrieg und Umweltschäden.

Die vielfältigen Informationen der Vernissage werden demnächst bei der Comenius-Konferenz in Österreich den französischen und österreichischen Schülern nochmals präsentiert. Als Anerkennung für ihre Arbeit am Projekt überreichten die am Projekt beteiligten Lehrer, Florian Bischofberger, Urban Eschbach, Patricia Grässle, Bettina Miller und Sarah Honeck  jedem Schüler ein Zertifikat für sein persönliches Portfolio.

 

Weitere Bilder in der Diashow: