Schüleraustausch in den Niederlanden

15 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums haben vom 12. bis zum 19. Februar im Rahmen des Schüleraustausches mit der niederländischen Schule Teylingen College Leeuwenhorst ihre Austauschschüler besucht, die im Herbst des vergangenen Jahres in Sigmaringen zu Gast waren. Begleitet wurden sie von ihren Lehrerinnen Lisa Klotz und Julia Gerteis. Nach der Flugreise nach Amsterdam und einer kurzen Zugfahrt nach Sassenheim wurden die Sigmaringer von ihren Gastfamilien abgeholt und anschließend von ihren Gastschülern an der Schule sehr herzlich in Empfang genommen.

Die gemeinsame Projektwoche in den Niederlanden stand unter dem Motto „Seeing“. Land und Leute, Kultur und Geschichte der Region sollten die Austauschschüler aus Sigmaringen kennen lernen und mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm ist das hervorragend gelungen.

Am ersten Tag startete das Programm mit einer Fahrradtour an den Strand, wo die Schüler bei gruppendynamischen Spielen und einem anschließenden Strandspaziergang  schnell wieder an den intensiven Austausch des vergangenen Herbstes anknüpfen konnten. Es folgte eine Geschichtsstunde über die allgemeine Geschichte der Niederlande und die Vorbereitung einer Kurzpräsentation zu einem der Gemälde des Rijksmuseums in Amsterdam, das am nächsten Tag besucht wurde.

In Amsterdam stand zunächst eine Stadtführung durch einen holländischen Kollegen mit Sardinenverkostung auf dem Programm, bevor es ins Riksmuseum ging, wo die Schüler ihre Präsentationen hielten. Am dritten Tag begleiteten die Schülerinnen und Schüler aus Sigmaringen ihre Gastschüler in den Unterricht. Ein bisschen schlucken musste der eine oder andere, als im Biologieunterricht ein Schafsauge seziert wurde, womit das Thema „Seeing“ sehr intensiv umgesetzt wurde.

Das Wochenende verbrachten die Gäste gemeinsam mit ihren Gastfamilien, die Ausflüge nach Den Haag, Rotterdam, zum Schlittschuhfahren oder ins Miniaturmuseum organisiert hatten. Dass in den Niederlanden das Fahrrad eines der Hauptfortbewegungsmittel darstellt, wurde den Sigmaringern spätestens am Montag klar, als die zweite Fahrradtour auf dem Programm stand, die an die Dünen führte. Dort durften sie sich bei einer Kutschfahrt kurz erholen, bevor es auf eine geführte Wanderung durch die Dünen ging. Hier erfuhren sie, wie wichtig die Dünen für die Trinkwasserversorgung der Region sind und dass ein zu hohes Vorkommen  von Wild teilweise die Vegetation zerstört.

 

Am Nachmittag bereiteten die Schülerinnen und Schüler Präsentationen für den Abschlussabend vor, die bei einem großen Essensbüffet in der Schule gemeinsam mit den Gastfamilien mit viel Kreativität die Eindrücke der Projektwoche vorstellten. Für die Austauschschüler der Bertha-Benz-Schule war der Besuch in der niederländischen Partnerschule wieder eine tolle Erfahrung, wie den folgenden Schülerberichten zu entnehmen ist. Beeindruckt waren sie von der Offenheit und Hilfsbereitschaft der Niederländer, den tollen Fahrradtouren und stolz darauf, dass sie ihre englischen Sprachkenntnisse wieder verbessern konnten.

Text: Bettina Miller 

Erfahrungsberichte: 

Der Austausch war eine sehr neue Erfahrung für mich, die ich nicht missen will. Es ist immer ein Wagnis, wenn man sich zum Mitmachen eines Austausches entscheidet, denn man kennt die andere Person nicht und somit weiß man auch nicht, was auf einen zukommt, aber wenn man sich darauf einlässt, sammelt man Erfahrungen für sein ganzes Leben. Ich habe dadurch eine neue Freundin gewonnen, die ich immer in den Ferien besuchen kann und es ist auch schon ein Wiedersehen geplant. Zudem habe ich meine Sprachkenntnisse enorm verbessert. Am Anfang viel es mir schwer auf Englisch ein längeres Gespräch aufrecht zu halten, aber durch den ständigen Kontakt mit meiner Austauschschülerin und die eine Woche bei  ihr in den Niederlanden, habe ich mich sehr verbessert. Am Anfang haben mich viele gefragt warum Holland und nicht England, kann man da das Englisch vertiefen, ja man kann, denn wenn beide Seiten es wollen, bekommt man es hin. Ich würde immer wieder gerne mitmachen, man lernt die Kultur des Landes auf eine ganz andere Art und Weise kennen, man bekommt Einblick in den normalen Alltag einer Familie und auch in das Schulsystem und man kommt an verschiedene Punkte des Landes, die man als normaler Tourist nicht kennen lernt.

Nadja Dreher EK EG

 

Die Familie war sehr höflich und zuvorkommend. Ich fühlte mich gleich wie zu Hause und kam gleich mit ihnen in Kontakt. Mein Austauschschüler war leider etwas schüchtern, aber seine restliche Familie hatte viele Fragen an mich und war auch gleich sehr offen. Die Bewerbung für den Austausch war etwas kurzfristig, aber ich bin froh, mich doch angemeldet zu haben. Man lernt den Alltag einer anderen Familie kennen, wie sie leben und wie sie ihre Zeit verbringen. Der Austausch hat mir gut gefallen und ich würde wieder einen mitmachen.

Sarah Schmid EK SG2

 

In unserem Austauschprojekt mit der holländischen Schule aus Noordwijkerhout habe ich persönlich viele schöne Erfahrungen und Erinnerungen gesammelt. Für mich war es eine völlig neue Erfahrung in eine fremde Familie in einem fremden Land zu gehen und für eine Woche bei der Familie zu leben. Natürlich war es am Anfang etwas schwer sich mit der Familie zu unterhalten, weil man sich nicht kannte. Gegen Ende der Woche wurde dies jedoch besser und ich habe mich sehr wohl in der Familie gefühlt. Außerdem war das Land für mich auch ganz neu, da ich noch nie zuvor in Holland war. Mich persönlich hat das Austauschprojekt sehr bereichert, weil ich bei dem Projekt viele Erfahrungen sammeln konnte.

Laura Jöckel EK SG2

 

Die Zeit in Holland hat mir sehr gut gefallen. Die Familie, in der ich war, war sehr freundlich und sie haben sich sehr gut um mich gekümmert. Ich kann den Austausch nur empfehlen! Wir haben tolle Dinge gesehen und erlebt. Außerdem waren wir eine tolle Gruppe und hatten viel Spaß zusammen. Eine Woche war perfekt. Nicht zu kurz und nicht zu lange. Vor allem am Wochenende konnten wir viel Zeit alleine mit der Familie verbringen und den holländischen Alltag besser kennenlernen.

Lena Rebholz EK SG2