Studienfahrt nach Amsterdam

Am Abend des 2. Juni trafen sich knapp 60 Schülerinnen und Schüler der JS1EG, JS1IT und JS1SG2 am Sigmaringer Bahnhof, um sich auf den Weg Richtung Norden mit dem Ziel Amsterdam zu begeben, wo sie ihre einwöchige Studienfahrt verbringen würden. Begleitet wurden sie von den sechs Lehrkräften Bernhard Gruber, Sven Hellwig, Dr. Wolfgang Rzehak, Peter Schnurr, Angela Schönebeck und Lars Werning. Um pünktlich am Montag, den 3. Juni mit dem Programm zu starten, fuhr die Gruppe die ganze Nacht hindurch und kam gegen 10 Uhr in Amsterdam an. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst in einer dreistündigen Stadtführung die wichtigsten Ecken der niederländischen Hauptstadt kennen. Alle Beteiligten konnten dabei Eindrücke von der eng bebauten und malerisch schönen Architektur gewinnen, man erfuhr von den freundlichen Stadtführerinnen etwas über historische Hintergründe und wie man sich im Amsterdamer Stadtverkehr, der sehr stark von Fahrradwegen dominiert wird, am besten verhält. Besondere Highlights waren dabei auch das Rotlichtviertel, der Blumenmarkt und ein kleiner Flohmarkt. Erschöpft ließ die Gruppe den ersten Tag im Hotel ausklingen.

Am nächsten Morgen machten sich die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gemeinsam mit einer holländischen Reiseleiterin auf, um das Ijsselmeer zu erkunden. Den ersten Halt machten sie in einer Lehrkäserei mit einer anliegenden Holzschuhfertigung. Nach einer kurzen Einführung in die beiden traditionellen Handwerkskünste bot sich die Gelegenheit, typisch niederländische Souvenirs zu kaufen. Anschließend fuhr die Gruppe weiter in die malerischen Dörfer Edam und Enghuizen, die zum Schlendern einluden und mit fangfrischem Fisch zum Mittagessen auftrumpfen konnten. Während der Rundfahrt um das Ijsselmeer konnten die Studienfahrtteilnehmer/-innen zudem interessante Kenntnisse über die Landgewinnung und Wasserwirtschaft in den Poldern gewinnen und die umgebenden Naturschutzgebiete zeichneten ein Bild von einer typisch niederländischen Landschaft. Zum Ende der ganztägigen Rundfahrt hielt der Bus bei der Schiffswerft Batavia, die die historische Bedeutung der Niederlande als Handels- und Seefahrtnation erahnen ließ.

Der Mittwoch startete mit einer anderthalbstündigen Grachtenrundfahrt, die leider von starkem Regen begleitet war. Nichtsdestotrotz konnte man vom Wasser aus eine besonders schöne Sicht auf die Hausboote und die anliegenden Bauten und Gebäude genießen. Manche Schülerinnen und Schüler nahmen im Anschluss freiwillig an einem Besuch des Conzertgebouw-Orchesters teil. Hier konnte man kostenlos eine dreiviertelstündige Aufführung klassischen Gesangs erleben. Die gesamte Gruppe traf sich nachmittags im Museumsviertel, um das Rijksmuseum zu besuchen. Dort wurde die Geschichte der Niederlande vom Mittelalter bis zur Gegenwart dargestellt und als besonderes Highlight konnte man Gemälde weltbekannter Künstler, wie Rembrandt und Van Gogh bestaunen. Den Donnerstag verbrachten die Studienfahrtteilnehmerinnen wieder außerhalb der Hauptstadt. Das erste Tagesziel war Leiden, die älteste Universitätsstadt der Niederlande. Einige Schülerinnen und Schüler der JS1SG2 hielten vor Ort Kurzreferate zu den interessantesten Fakten und Sehenswürdigkeiten. Die gemütlichen Cafés luden zu einer kurzen Pause ein und anschließend fuhr die Gruppe über Den Haag nach Rotterdam, wo sich der größte Tiefwasserhafen Europas befindet. Durch Kurzreferate der JS1EG bekamen die Teilnehmer/-innen hier eine Stadtführung, die in der beeindruckenden Markthalle der Stadt endete. Gestärkt mit köstlichen Leckereien begaben sich alle auf eine große Hafenrundfahrt, bei der man die imposanten Dimensionen und Ausmaße des Hafens aus nächster Nähe erleben konnte. 

Am letzten Tag der Studienfahrt stand noch ein Highlight auf dem Programm. Gemeinsam besuchten alle das Van-Gogh-Museum, welches die weltweit größte Sammlung berühmter sowie weniger bekannter Gemälde und Zeichnungen des großen impressionistischen Künstlers beherbergt. Um den Aufenthalt in Amsterdam abzurunden, hatten die Schüler/-innen noch freie Zeit zur Verfügung, bevor man sich abends auf den Heimweg machte. Nach einer ca. elfstündigen Nachtfahrt kamen alle am Samstagmorgen wieder wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken in Sigmaringen an.

Text und Bilder: Angela Schönebeck