Fachschule für Sozialpädagogik (Vollzeit)

Die Erzieher*innenausbildung in Vollzeit bereitet auf eine selbständige und eigenverantwortliche Übernahme von Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben in unterschiedlichen Arbeitsfeldern vor. Daraus ergeben sich vielseitige Einsatzgebiete im Bereich der Sozialpädagogik, von der Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder bis hin zu den unterschiedlichen Formen der Jugendhilfe/Heimerziehung.

Die Ausbildung in Vollzeit an der Fachschule für Sozialpädagogik dauert drei Jahre. Sie gliedert sich in eine zweijährige schulische Ausbildung und in ein einjähriges Berufspraktikum. Inhalte, Lehr- und Lernformen unserer Schule sind darauf ausgerichtet folgende Schlüsselqualifikationen zu vermitteln:

  • Fachkompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Personalkompetenz
  • Methodenkompetenz

Der Unterricht basiert auf Handlungsfeldern. Dies erfordert Kleingruppenarbeit, Einüben vielseitiger Methoden, selbstorganisiertes Lernen, Umgang mit Fachliteratur, digitale Aufarbeitung von Lerninhalten und wissenschaftliches Arbeiten. Dabei hat die Reflexionsfähigkeit der Auszubildenden einen hohen Stellenwert.

Sozialpädagogische Praxis

In der Fachschule für Sozialpädagogik findet die sozial-pädagogische Praxis in Blockform statt: Im ersten Ausbildungsjahr in zwei Blöcken zu je vier Wochen in Tageseinrichtungen für Kinder. Im zweiten Ausbildungsjahr
findet ein Block von acht  Wochen in sozialpädagogischen Einrichtungen statt. Die Auszubildenden wählen dazu ein Arbeitsfeld nach ihrer eigenen Schwerpunktsetzung:

  • Tageseinrichtungen für Kinder
  • Kinderkrippe
  • Jugendhilfeeinrichtungen/Heime
  • außerschulische Kinder- und Jugendarbeit
  • integrative Einrichtungen

Abschluss der Schulausbildung

 

Die schulische Ausbildung endet mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung sowie einer Facharbeit mit anschließender Präsentationsprüfung. Das Berufspraktikum schließt sich an die schulische Ausbildung an.

Berufspraktikum

Während des einjährigen Berufspraktikums erhält der/die Praktikant/in eine tariflich abgesicherte Vergütung (derzeit  ca. 1602,- Euro brutto). Das Berufspraktikum kann in unterschiedlichsten sozialpädagogischen Einrichtungen absolviert werden. Die nach eigener Schwerpunktsetzung gewählte sozialpädagogische Einrichtung sollte sich im Umkreis von 50 km von Sigmaringen befinden. Im Berufspraktikum werden die Auszubildenden von Lehrkräften in der Praxis betreut und vor Ort in der Einrichtung besucht. Es finden in dieser Zeit noch 8 bis 12 Studientage an der Fachschule für Sozialpädagogik statt.

Staatliche Anerkennung / Abschluss

Das Berufspraktikum schließt mit einem Kolloquium ab. Nach erfolgreichem Abschluss wird die Berufsbezeichnung

Staatlich anerkannte Erzieherin bzw.
Staatlich anerkannter Erzieher vergeben.

 

Fachhochschulreife

Der Erwerb der Fachhochschulreife ist durch den Besuch von Zusatzunterricht in Mathematik und durch eine Zusatzprüfung in Deutsch, Englisch und Mathematik möglich. Das Zeugnis der Fachhochschulreife erhält, wer die Prüfung und die Zusatzprüfung zum Ende der schulischen Ausbildung bestanden hat. Es berechtigt zum Studium an allen Fachhochschulen in Deutschland.

Ausbildungskosten

Die Kosten für Arbeitsmaterial sind teilweise von den Auszubildenden selbst zu tragen. Die Anschaffung einer Gitarre wird erwartet. In der Regel findet eine mehrtägige Studienfahrt statt. Entsprechende Kosten müssen eingeplant werden.

Elternunabhängige Aufstiegsförderung

Die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher erfolgt an der Fachschule für Sozialpädagogik. Daher können die Auszubildenden einen Antrag auf Aufstiegsförderung beim zuständigen Landratsamt oder online über folgenden Link stellen: www.aufstiegs-bafoeg.de . Sofern die Kriterien der Aufstiegsförderung erfüllt werden, können die Auszubildenden einen monatlichen Zuschuss zu ihrer Ausbildung erhalten, der derzeit bis zu 783,- Euro beträgt. Der Zuschuss wird elternunabhängig gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden, sondern wird als Aufstiegsförderung monatlich ausbezahlt. Weitere Auskünfte erhalten Sie dazu beim zuständigen Landratsamt oder über die oben angeführte Homepage.

 Schuljahr12
1.Pflichtbereich  
 Religionslehre/ Religionspädagogik22
 Deutsch22
 Englisch22
 Berufliches Handeln fundieren3,54
 Erziehung und Betreuung gestalten3,54
 Bildung und Entwicklung fördern I3,53
 Bildung und Entwicklung fördern II5,55
 Unterschiedliche Vielfalt leben33
 Zusammenarbeit gestalten und Qualität entwickeln22
 Sozialpädagogisches Handeln44
    
2.Wahlpflichtbereich22
  3333
3.Wahlbereich  
 Mathematik 133
 Weitere Wahlfächer22
 Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife  

 

 

Aufnahmebedingungen

1. Mittlerer Bildungsabschluss wie der Realschulabschluss oder die Fachschulreife oder die Versetzung in Klasse 10 eines achtjährigen bzw. in Klasse 11 eines neunjährigen Gymnasiums oder ein gleichwertiger Bildungsstand.

2. Praxisvereinbarung mit einer Tageseinrichtung für Kinder (im Umkreis von ca. 30 km von Sigmaringen).

3. Bei ausländischen Bildungsnachweisen sind ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachzuweisen.

4. Erfolgreicher Abschluss des einjährigen Berufskollegs für Sozialpädagogik oder Berufsabschluss als Kinderpfleger/in oder Fachhochschulreife bzw. Abitur und 6 Wochen Praktikum in einer Tageseinrichtung für Kinder.

 

Umschulung zur Erzieherin / zum Erzieher

AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

Die Abteilung Sozialpädagogik der Bertha-Benz-Schule in Sigmaringen ist seit Juni 2014 nach AZAV zertifiziert. Daher kann an der Bertha-Benz-Schule auch eine Umschulung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher durchgeführt werden, sofern die Voraussetzungen für eine Umschulung nach den
Richtlinien der Bundesagentur für Arbeit vorliegen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ggfs. von der Bundesagentur für Arbeit einen Bildungsgutschein für die Umschulung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher. Die Aufnahmebedingungen erfragen Sie bitte bei der Abteilungsleitung.

 

Aufnahmeantrag

  • Im Februar findet jährlich ein Informationstag statt. Der genaue Termin kann telefonisch erfragt bzw. der Presse entnommen werden.
  • Anmeldeschluss ist jeweils der 1. März. Die Zusagen bzw. eine Information über die Aufnahmeaussichten werden nach dem 20. März erteilt.

 

Als Anmeldeunterlagen müssen beigefügt werden:

  • ausgefülltes Anmeldeformular
  • Lebenslauf in tabellarischer Form mit Angaben über den bisherigen schulischen und beruflichen Werdegang
  • Praxisvereinbarung
  • beglaubigte Kopie des Zeugnisses über den mittleren Bildungsabschluss
  • schriftliche Erklärung des Bewerbers/der Bewerberin darüber, ob auch an einer weiteren Schule ein Aufnahmeantrag gestellt wurde
  • 1 Passbild
  • Zeugnis des einjährigen Berufskollegs für Sozialpädagogik 

 

Bitte schonen Sie Ressourcen und verzichten Sie auf Bewerbungsmappen!